Von Diesel-Dieben bis zur Dachrettung: Eine Woche voller Polizeieinsätze in Sigmaringen
Philipp NetteVon Diesel-Dieben bis zur Dachrettung: Eine Woche voller Polizeieinsätze in Sigmaringen
Eine Reihe ungewöhnlicher Vorfälle hat die Behörden im Landkreis Sigmaringen in dieser Woche in Atem gehalten. Von Kraftstoffdiebstählen über Schmierereien bis hin zu einer spektakulären Dachrettung – Polizei und Rettungskräfte waren in Mengen, Gammertingen und Umgebung mehrfach im Einsatz.
In einem Fall wurde beleidigende Graffiti entdeckt, in einem anderen musste ein Jugendlicher von einem Baugerüst-Dach gerettet werden. Am Montagabend zapfte ein unbekannter Täter etwa 70 Liter Diesel aus einem abgestellten Lkw in Mengen ab. Die Vorgehensweise ähnelt einem ähnlichen Diebstahl in der Vorwoche, bei dem rund 150 Liter aus einem anderen Fahrzeug an der Ablachhalle entwendet wurden.
Am Dienstagnachmittag meldete dann ein Passant Schmierereien am Eingang der Hochgasse zur B 463. Der Vandale hatte dort eine beleidigende Parole sowie ein Hakenkreuz gesprüht. Die Polizei Sigmaringen ermittelt nun wegen des Verdachts der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole, wobei der genaue Zeitpunkt der Tat noch unklar ist.
Noch am selben Abend wurden die Feuerwehrkräfte gegen 21 Uhr zur Jakobstaler Straße gerufen. Ein 16-jähriger Junge war mit Freunden auf das Dach eines Rohbaus geklettert, konnte jedoch nicht mehr sicher herunterkommen. Die Rettungskräfte brachten ihn unverletzt in Sicherheit.
Unterdessen wurde in der Europastraße in Gammertingen ein Angler ohne gültigen Fischereischein ertappt. Als er zur Rede gestellt wurde, floh der Mann und ließ eine frisch gefangene Forelle zurück. Die Beamten prüfen den Fall nun weiter.
In Mengen wiederum wurde am Dienstagabend ein 35-jähriger Autofahrer unter dem Verdacht des Drogenkonsums am Steuer angehalten. Nähere Details dazu wurden von den Behörden noch nicht bekannt gegeben.
Die Polizei fahndet zudem nach einem Mann, der mit den Diesel-Diebstählen in Verbindung gebracht wird. Zeugen beschreiben ihn als etwa 175 cm groß, schlank, mit indischem Erscheinungsbild und einem Schnurrbart. Zuletzt soll er braune Hosen und ein graues Oberteil getragen haben.
Die Vorfälle haben Ermittlungen zu Kraftstoffdiebstählen, Hasssymbolen und Fragen der öffentlichen Sicherheit ausgelöst. Während die Rettungskräfte die Dachrettung professionell meisterten, sammeln die Beamten weiterhin Beweismaterial in den anderen Fällen. Die Behörden rufen Zeugen auf, sich zu melden – insbesondere zu den Schmierereien oder dem mutmaßlichen Diesel-Dieb.






