Vom OP-Saal zur Kanzel: Star-Chirurg Werner Mang hält Fastenpredigt
Bernhardine RörrichtAuf dem Bus: Prominent-Chirurg Mang hält Osterpredigt - Vom OP-Saal zur Kanzel: Star-Chirurg Werner Mang hält Fastenpredigt
Bekannter Plastischer Chirurg Werner Mang hält Fastenpredigt
Der renommierte Plastische Chirurg Werner Mang hat sich kürzlich von seinem gewohnten Schwerpunkt – ästhetischen Eingriffen – gelöst, um eine Fastenpredigt zu halten. In der Wallfahrtskirche auf dem Bussen in Oberschwaben sprach er über Glauben und persönliche Entwicklung. Die Predigt markierte einen ungewöhnlichen Wechsel von seiner beruflichen Tätigkeit, da er die Zuhörer zu einer tieferen spirituellen Auseinandersetzung ermutigte.
Mang begann damit, die Fastenzeit neu zu definieren – nicht als bloßen Verzicht auf kleine Annehmlichkeiten, sondern als Phase der inneren Einkehr, der Toleranz, der Buße und des Friedens. Seine Worte trugen persönliches Gewicht, denn er offenbarte seine tägliche Gebetspraxis und häufige Pilgerreisen auf dem Jakobsweg.
Der Chirurg rief zudem die Katholische Kirche dazu auf, ihre Herangehensweise zu modernisieren, um jüngere Gläubige anzusprechen. Prominente könnten dabei eine Schlüsselrolle spielen, indem sie ihren Glauben offen leben und darüber sprechen. Ein deutlicher Kontrast zu seinen sonstigen Aussagen über Plastische Chirurgie, in denen er oft betont, wie Eingriffe Patienten helfen, nach Unfällen oder durch äußere Veränderungen verlorenes Selbstvertrauen zurückzugewinnen.
Mang gründete 2000 die Bodensee-Klinik in Friedrichshafen, die sich auf ästhetische Chirurgie spezialisiert hat. Zwar werden keine genauen Patientenzahlen veröffentlicht, doch sein Ruf als Experte ist unbestritten. Doch in seiner Predigt lag der Fokus nicht auf der Medizin, sondern auf der Spiritualität – er forderte die Anwesenden auf, ihren eigenen Glauben intensiver zu erkunden.
Mangs Predigt verband persönliche Überzeugung mit einem Aufruf zu Reformen innerhalb der Kirche. Seine Betonung der Fastenzeit als Phase sinnstiftender Reflexion – statt oberflächlichen Verzichts – fand bei den Gläubigen Anklang. Die Veranstaltung unterstrich zudem seine doppelte Identität: als Mediziner und als gläubiger Mensch.






