14 April 2026, 20:26

Volocopter vor Führungswechsel: Kann das Elektro-Lufttaxi 2025 durchstarten?

Ein gelbes Taxi fährt auf einer Stadtstraße mit hohen Gebäuden, Fußgängern mit Schirmen, einer Brücke im Hintergrund und bewölktem Himmel.

Volocopter vor Führungswechsel: Kann das Elektro-Lufttaxi 2025 durchstarten?

Volocopter: Elektro-Lufttaxi-Pionier vor Führungswechsel und Markteintritt 2025

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Der Entwickler elektrischer Lufttaxis, Volocopter, steht vor einem bedeutenden Wechsel an der Spitze. CEO Dirk Hoke wird im Februar 2023 zurücktreten, während der ehemalige Daimler-Chef Dieter Zetsche den Vorsitz des Aufsichtsrats übernimmt. Gleichzeitig treibt das Unternehmen ehrgeizige Pläne voran, um bis 2025 fliegende Taxis auf den Markt zu bringen – trotz anhaltender Herausforderungen bei Kosten, Effizienz und Regulierung.

Volocopter plant, seine elektrischen Lufttaxis erstmals bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris einzusetzen, als Teil einer Initiative zur Reduzierung der Luftfahrtemissionen. Der Service richtet sich zunächst an wohlhabende Kunden und soll etwa 5 Euro pro Kilometer kosten – rund 2,5-mal teurer als ein herkömmliches Taxi und 15-mal mehr als eine Autofahrt.

Eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) kommt jedoch zu dem Schluss, dass fliegende Taxis nur begrenzte Vorteile gegenüber bestehenden Verkehrsmitteln bieten. Zwar stoßen sie weniger CO₂ aus als Benzinautos, ihr Energieverbrauch liegt aber höher als bei Elektroautos, öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrrädern. Zudem benötigen die Fluggeräte spezielle Start- und Landeplätze, was zu Verzögerungen führen und mögliche Zeitersparnisse zunichtemachen könnte.

Die regulatorischen Hürden bleiben beträchtlich: Weder Volocopter noch der Konkurrent Lilium haben bisher eine EASA-Zulassung für Passagierflüge erhalten. Kommunen müssen zudem abwägen, ob die Vorteile der städtischen Luftmobilität (Urban Air Mobility, UAM) die Kosten für neue Infrastruktur und Vorschriften rechtfertigen.

Der Führungswechsel erfolgt in einer Phase, in der das Unternehmen diese Herausforderungen bewältigen muss. Der scheidende CEO Dirk Hoke verlässt Volocopter im Februar, während Dieter Zetsche, ehemaliger Daimler-Vorstandsvorsitzender, den Aufsichtsrat führen wird. Zetsches Erfahrung in der Automobil- und Mobilitätsbranche könnte dem Unternehmen helfen, die nächste Wachstumsphase zu meistern.

Der geplante Markteintritt der Lufttaxis im Jahr 2025 steht zwar fest, doch hohe Betriebskosten, ineffizienter Energieverbrauch und Verzögerungen bei der Zertifizierung bleiben Hindernisse. Der Führungswechsel und die Präsentation während der Olympischen Spiele könnten die Zukunft von Volocopter im aufstrebenden UAM-Markt prägen. Nun müssen Städte und Aufsichtsbehörden entscheiden, ob die Technologie eine praktikable Lösung für den urbanen Verkehr darstellt.

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