Vesperkirchen starten in Baden-Württemberg – Emmendingen macht den Anfang für Menschen in Not
Mahmut UllmannVesperkirchen starten in Baden-Württemberg – Emmendingen macht den Anfang für Menschen in Not
Die Vesperkirchen-Saison 2025/26 hat offiziell in ganz Baden-Württemberg begonnen – mit Emmendingen als einer der ersten Städte, die ihre Türen öffnet. Was vor 30 Jahren in Stuttgart als kleine Initiative startete, ist heute zu einer landesweiten Bewegung gewachsen, die Menschen in Not Unterstützung und Solidarität bietet.
Die allererste Vesperkirche wurde 1995 in Stuttgart eröffnet. Seitdem hat sich das Projekt stetig erweitert, getragen vor allem von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. In diesem Jahr nehmen 47 Standorte in Baden-Württemberg an der Aktion teil, alle verbunden durch das Leitmotiv „Miteinander und füreinander“ – ein Bekenntnis zu Gemeinschaft und gegenseitiger Fürsorge.
In Emmendingen beginnt die Saison am Freitag, den 21. November, im Pfarrzentrum St. Bonifatius. Neben warmen Mahlzeiten erhalten Besucherinnen und Besucher dort soziale und rechtliche Beratung, medizinische Hilfe, Kleidung, Friseurdienste und seelsorgerische Begleitung. Das lokale Team organisiert zudem kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte und Diskussionsrunden, um Begegnungen zu fördern. Die Bischöfe Heike Springhart und Ernst-Wilhelm Gohl betonen die Bedeutung dieser Orte: Vesperkirchen seien Räume, in denen Hoffnung und Zugehörigkeit wachsen – mehr als materielle Hilfe, schenken sie Würde und ein Gefühl gemeinsamer Menschlichkeit.
Dass Emmendingen so früh startet, zeigt die wachsende Verbreitung der Vesperkirchen in der Region. Mit nun 47 aktiven Standorten setzt die Initiative ihre wichtige Arbeit fort – ein weiteres Jahr ehrenamtlichen Engagements für Menschen in schwierigen Lebenslagen.