Versuchter Mord in Göppingen: Schüsse mit Maschinenpistole auf 24-Jährigen
Philipp NetteMann wegen versuchten Mordes angeklagt nach Schussabgabe - Versuchter Mord in Göppingen: Schüsse mit Maschinenpistole auf 24-Jährigen
Ein 34-jähriger Mann ist nach einem Schusswaffenvorfall in Göppingen im vergangenen Monat wegen versuchten Mordes angeklagt worden. Bei dem Zwischenfall war ein 24-jähriges Opfer mit drei weiteren Personen nach einer bewaffneten Konfrontation geflohen. Die Polizei bestätigte, dass der Verdächtige weiterhin in Untersuchungshaft sitzt, sein Motiv jedoch noch nicht geklärt werden konnte.
Der Angriff ereignete sich Mitte Mai, als der Beschuldigte, ein irakischer Staatsbürger, während eines Streits mutmaßlich mit einer Maschinenpistole schoss. Das Opfer und drei Begleiter im Alter von 18 bis 20 Jahren wurden kurzzeitig von einem Komplizen festgehalten, konnten jedoch unverletzt fliehen. Der Täter feuerte weiter, verfehlte die Gruppe jedoch und entkam anschließend mit dem Komplizen.
Der Mann hat eine Vorstrafe wegen Gewaltdelikten und war erst kürzlich aus der Haft entlassen worden. Seit seiner Festnahme Ende Mai verweigert er die Zusammenarbeit mit den Ermittlern. Die Behörden schlossen einen Zusammenhang mit der aktuellen Welle von Gewalttaten in der Region Stuttgart aus, darunter auch den Krawall bei einem eritreischen Festival im September 2023, bei dem rund 40 Polizeibeamte verletzt wurden.
Bei einer Verurteilung drohen dem Angeschuldigten mindestens drei Jahre Haft, möglicherweise sogar eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Die Ermittlungen dauern an, während die Polizei weiterhin versucht, die Beweggründe des Schützen aufzuklären. Opfer und Begleiter überstanden den Vorfall ohne schwere Verletzungen, der Verdächtige bleibt bis zum Prozess in Untersuchungshaft. Der Fall sorgt für Besorgnis – nicht nur wegen der Vorstrafen des Angeklagten, sondern auch angesichts der Schwere der Vorwürfe.