24 January 2026, 04:52

Verfassungsschutz beobachtet zwei Freikirchen – und löst damit eine hitzige Debatte aus

Ein detaillierter alter Stadtplan von Baden-Württemberg, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit einem hervorgehobenen Gebäude in der unteren rechten Ecke und Text, der Stadtinformationen bereitstellt.

Verfassungsschutz beobachtet zwei Freikirchen – und löst damit eine hitzige Debatte aus

Zwei Freikirchen in Baden-Württemberg stehen nun unter Beobachtung des Landesamts für Verfassungsschutz (LfV). Die Entscheidung hat online eine Debatte ausgelöst – einige stellen die Prioritäten der Behörde infrage. Kritiker argumentieren, die Ressourcen sollten stattdessen auf islamistische Gefahren konzentriert werden, die das LfV weiterhin engmaschig überwacht.

Das LfV bestätigte im Januar 2026, dass es die Evangelische Freikirche Riedlingen sowie die Baptistenkirche Zuverlässiges Wort Pforzheim (BKZW) beobachtet. Zur ersten gehört das Netzwerk Bibeltreuer Christen, das mit dem Prediger Jakob Tscharntke in Verbindung steht. Beide Gruppen wurden nun offiziell in die Beobachtungsliste der Behörde aufgenommen.

Ein Nutzer mit dem Namen queru_lant warf dem LfV auf Twitter vor, christliche Gemeinden zu Unrecht ins Visier zu nehmen, während islamistische Bedrohungen vernachlässigt würden. Die Behörde wies diesen Vorwurf zurück. Offizielle Stellen betonten, islamistische Netzwerke würden weiterhin lückenlos überwacht – mit erheblichem Personalaufwand.

Das LfV beobachtet islamistische Aktivitäten in der Region bereits seit Langem. Anfang 2026 stuft es die Gefahr durch dschihadistische Akteure weiterhin als hoch ein. Dieses anhaltende Risiko erfordert umfangreiche personelle und sachliche Ressourcen, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Mit der aktuellen Entscheidung erweitert das LfV seine Liste beobachteter Gruppen um zwei Freikirchen. Gleichzeitig bleiben islamistische Strukturen aufgrund der anhaltenden Bedrohungslage unter besonderer Beobachtung. Die Behörde versichert, ihre Überwachungsmaßnahmen deckten sämtliche relevanten Risiken im Land ab.