09 February 2026, 09:07

US-Regierung stillgelegt: Militär in Stuttgart kämpft mit unbezahlten Zwangsurlauben

Ein detailliertes altes Stadtplan von Stuttgart, Deutschland, der Straßen, Gebäude, Sehenswürdigkeiten und Text enthält, der Informationen über die Bevölkerung, Straßen und Sehenswürdigkeiten bereitstellt.

US-Regierung stillgelegt: Militär in Stuttgart kämpft mit unbezahlten Zwangsurlauben

Teilweise Stilllegung der US-Regierung: Militärbetrieb und zivile Angestellte weltweit betroffen

In der Region Stuttgart sind allein rund 28.000 Angehörige der US-Militärgemeinschaft von der Unsicherheit betroffen. Zwar laufen wichtige Dienstleistungen weiter, doch finanzielle Belastungen und operationelle Einschränkungen zeichnen sich bereits ab.

Das US-Verteidigungsministerium hat etwa 335.000 seiner 741.000 zivilen Mitarbeiter – fast 45 Prozent der Belegschaft – in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. In Deutschland mussten Hunderte der rund 4.000 zivilen US-Angestellten in Stuttgart in ihren Kasernen erscheinen, nur um ihre Freistellung bestätigen zu lassen. Aktive Soldaten, Reservisten und unverzichtbares ziviles Personal arbeiten zwar weiter, erhalten jedoch vorerst kein Gehalt.

Militärische Einsätze, Ausbildungen und Rekrutierungen laufen wie geplant weiter. Neue Rüstungsaufträge wurden jedoch gestoppt, und einige Unterstützungsprogramme könnten ausgesetzt werden. Die vom Pentagon betriebenen Schulen in Stuttgart bleiben geöffnet, doch Nachmittagsaktivitäten wie Sport und Arbeitsgemeinschaften fallen aus.

In ganz Deutschland sind etwa 37.000 US-Soldaten sowie eine gleich große Zahl an Familienmitgliedern und zivilen Mitarbeitern – insgesamt 74.000 Menschen – auf großen Stützpunkten wie Ramstein und Grafenwöhr stationiert. Die Supermärkte auf den Basen bleiben versorgt, und medizinische Vorräte sind gesichert. Doch je länger die Haushaltssperre andauert, desto gravierender könnten die wirtschaftlichen Folgen werden.

Die Warnung von Präsident Donald Trump, entlassene Mitarbeiter könnten dauerhaft ihren Job verlieren, verstärkt die Verunsicherung. Ein längerer Stillstand würde den finanziellen Druck auf lokale Unternehmen und Militärhaushalte weiter verschärfen.

Wie stark sich die Auswirkungen der Sperre bemerkbar machen, hängt von ihrer Dauer und möglichen weiteren Kürzungen bei zivilen Stellen ab. Bisher laufen essenzielle Dienstleistungen weiter, doch ausbleibende Gehälter und eingestellte Aktivitäten schaffen wachsende Herausforderungen. Die Militärgemeinschaft in der Region Stuttgart und an anderen Standorten in Deutschland muss abwarten, wie lange die Störungen anhalten.