Unbekannte bewerfen ICE mit Steinen – Polizei fahndet nach Tätern
Bernhardine RörrichtUnbekannte bewerfen ICE mit Steinen – Polizei fahndet nach Tätern
ICE-Schnellzug mit Steinen angegriffen – Polizei sucht Zeugen
Am Dienstagabend (6. Mai) wurde ein ICE-Hochgeschwindigkeitszug auf der Strecke zwischen Mannheim und Karlsruhe mit Steinen beworfen. Zwei Fensterscheiben wurden beschädigt, doch Passagiere und Personal blieben unverletzt. Die Behörden bitten nun um Hinweise aus der Bevölkerung, um die Täter zu ermitteln.
Der Vorfall ereignete sich an Bord des ICE 9514, der von Frankfurt am Main nach Paris verkehrt. Als der Zug sich auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in der Nähe von Karlsruhe befand, warfen unbekannte Angreifer Steine auf ihn. Die Bundespolizeiinspektion Karlsruhe hat Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.
Der Schaden beschränkt sich auf zwei zerbrochene Scheiben, deren Reparatur auf etwa 2.600 Euro geschätzt wird. Verletzte gab es nicht.
Die Deutsche Bahn hat inzwischen die Sicherheitsvorkehrungen in Zügen und an Bahnhöfen verstärkt. Dazu gehören die Ausstattung von Mitarbeitern auf Regional- und Fernstrecken – etwa auf der Verbindung Mannheim–Karlsruhe – mit Bodycams. Zudem wird in Risikozeiten wie abends und am Wochenende zusätzliches Personal eingesetzt. Geplant sind außerdem Drohnenüberwachung, mehr Kameras an stark frequentierten Bahnhöfen sowie moderne Sensoren zum Schutz der Bahninfrastruktur.
Zeugen, die Hinweise zum Angriff oder zu den Tätern geben können, werden aufgefordert, sich zu melden. Meldungen sind unter der Telefonnummer 0721-120160 oder über das Kontaktformular auf *www.bundespolizei.de* möglich.
Die Bundespolizeiinspektion Karlsruhe leitet die Ermittlungen. Medienanfragen richten sich an Julia Busse von der Inspektion. Der Fall wird weiterhin aktiv bearbeitet, um weitere Angriffe auf den Bahnverkehr zu verhindern.






