17 February 2026, 21:33

Ulms neue Sportlotsen bringen Geflüchtete und Migranten in Vereine zusammen

Ein Buchumschlag mit der Aufschrift "Neue Studien im Leichtathletik 1988", der eine Gruppe von Menschen in Sportkleidung zeigt, die unter einem hellblauen Himmel mit weißen Wolken und fernen Bäumen trainieren, mit fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Rand.

Ulms neue Sportlotsen bringen Geflüchtete und Migranten in Vereine zusammen

Ulm startet neue Initiative: Interkulturelle Sportlotsen fördern Integration von Geflüchteten und Migranten

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Ulm hat eine neue Initiative ins Leben gerufen, um Geflüchteten und Migrant:innen den Zugang zu örtlichen Sportvereinen zu erleichtern. Unter dem Namen "Interkulturelle Sportlotsen" soll das Projekt durch Sport die soziale Integration verbessern. Zwei Coaches – Jamil Hassan und Hrvoje Radman – leiten die Maßnahme in der Stadt.

Das Vorhaben ist Teil eines landesweiten Pilotprogramms in Baden-Württemberg, bei dem Ulm als eine von drei Modellkommunen ausgewählt wurde. Finanziert wird es vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration des Landes und läuft mindestens bis September 2028. Die Ulmer Stelle für Chancengleichheit und Vielfalt koordiniert das Projekt gemeinsam mit Partnerorganisationen.

Hassan und Radman fungieren als Brückenbauer zwischen Migrant:innengemeinschaften und Sportvereinen. Zu ihren Aufgaben gehört es, Vereine dabei zu beraten, wie sie ihr Angebot für vielfältige Zielgruppen öffnen können. Zudem schulen sie Ehrenamtliche und Mitarbeiter:innen in interkultureller Sensibilität.

Beide Coaches haben eine spezielle Ausbildung in interkultureller Kommunikation, Vereinsmanagement und modernen Ansätzen der Zielgruppenansprache absolviert. Sie betonen, dass Sport eine niedrigschwellige Möglichkeit bietet, Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenzubringen. Durch den Abbau von Hürden soll das Projekt Vereine für Neuankömmlinge attraktiver machen.

Im Mittelpunkt stehen konkrete Hilfestellungen – etwa bei der Vereinsanmeldung oder der Erklärung von Strukturen und Abläufen. Gleichzeitig werden Vereine dazu ermutigt, Programme zu entwickeln, die ein breiteres Publikum ansprechen.

Das Projekt "Interkulturelle Sportlotsen" läuft in Ulm bis 2028 und wird vom Land gefördert. Hassan und Radman arbeiten direkt mit den Vereinen zusammen, um inklusivere Umfelder zu schaffen. Ziel ist es, soziale Bindungen zu stärken und Migrant:innen durch Sport ein Stück Heimat in der lokalen Gemeinschaft zu geben.