08 February 2026, 15:18

Ukrainische Delegation besucht Ulm und Neu-Ulm für nachhaltige Infrastrukturprojekte

Eine detaillierte Karte von Kiew, Ukraine, die Straßen, Gebäude, Sehenswürdigkeiten und Text mit zusätzlichen Informationen zum Gebiet zeigt.

Ukrainische Delegation besucht Ulm und Neu-Ulm für nachhaltige Infrastrukturprojekte

Eine Delegation aus Bilhorod-Dnistrowskyj besuchte vom 26. bis 29. Januar 2026 Ulm und Neu-Ulm. Ziel der Reise war es, die Zusammenarbeit im Bereich nachhaltiger Infrastruktur zwischen der ukrainischen Stadt und ihren deutschen Partnern zu vertiefen. Beide Seiten loteten Möglichkeiten aus, die Kooperation in den Bereichen Wasser, Energie und Abfallmanagement zu stärken.

Die ukrainische Gruppe besichtigte wichtige Einrichtungen in Ulm und Neu-Ulm, darunter Abfallbehandlungsanlagen, Biomasse- und Fernheizwerke sowie Kläranlagen. Zudem standen Besuche bei den SWU Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm, den Entsorgungsbetrieben Ulm und die Teilnahme an der Biogas-Fachmesse in der Donauhalle auf dem Programm. Im Mittelpunkt der Gespräche stand der praktische Wissensaustausch in Schlüsselbereichen wie Wasserversorgung, Energieeffizienz und Abfallentsorgung.

Es fanden Treffen mit Vertretern der ukrainischen Diaspora, lokalen Initiativen und politischen Verantwortungsträgern statt. Oberbürgermeister Martin Ansbacher betonte, dass die im Frühjahr 2023 geschmiedete Partnerschaft beiden Städten die Möglichkeit biete, voneinander zu lernen. Er lobte die Widerstandsfähigkeit Bilhorod-Dnistrowskyjs und hob die innovativen Ansätze Ulms und Neu-Ulms hervor.

Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger unterstrich die Bedeutung einer verantwortungsvollen Weiterentwicklung der Partnerschaft. Seit dem russischen Angriffskrieg unterstützen Ulm und Neu-Ulm Bilhorod-Dnistrowskyj gezielt – mit einem Fokus auf strukturierte Zusammenarbeit und nachhaltigen Wiederaufbau. Der Besuch markierte einen wichtigen Schritt im Austausch über ressourceneffiziente Technologien.

Die Begegnung zeigte auf, wie Kommunen durch moderne Lösungen ihr Ressourcenmanagement verbessern können. Ein zentrales Ergebnis der Reise war der strukturierte Wissenstransfer. Die Partnerschaft entwickelt sich weiter, wobei beide Städte auf eine langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit hinarbeiten.