Tübingen kämpft mit 13 maroden Telefonzellen – und der Telekom geht die Geduld aus
Mahmut UllmannDefekte Telefonzellen: Tübingen will von der Deutschen Telekom Geld - Tübingen kämpft mit 13 maroden Telefonzellen – und der Telekom geht die Geduld aus
In Tübingen stehen noch immer 13 veraltete öffentliche Telefonzellen quer durch die Stadt – obwohl sie vor über einem Jahr außer Betrieb genommen wurden. Sechs davon sind in der Altstadt konzentriert, einem historischen und stark frequentierten Viertel. Bürgermeister Boris Palmer bezeichnete die maroden Kabinen als "Schandfleck", der das Stadtbild beeinträchtige.
Die Deutsche Telekom hatte zu Beginn des Jahres 2023 die letzten 12.000 Münztelefone bundesweit abgeschaltet. Ursprünglich sollte der Rückbau aller Zellen bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Doch Verzögerungen bei lokalen Genehmigungen haben den Zeitplan durcheinandergebracht.
Der Abbau kommt nur schleppend voran, da mehrere Gewerke und Behörden koordiniert werden müssen, bevor die Arbeiten beginnen können. Der Tübinger Stadtrat prüft nun, ob er die Telekom für die weitere Präsenz der funktionslosen Zellen zur Kasse bitten kann. Ein Sprecher bestätigte die Überlegungen, nannte aber keine möglichen Kosten oder einen Zeitplan für die Umsetzung.
Die verbleibenden 13 Telefonzellen – darunter auch jene in der Altstadt – bleiben vorerst stehen, bis die Abrissverfahren endgültig geklärt sind. Die Forderung nach Entschädigung spiegelt die wachsende Ungeduld über die stockenden Fortschritte wider. Ein konkreter Termin für die vollständige Entfernung steht bisher nicht fest.






