"Treff am Bahnhof" erhält Förderung bis 2027 – wie ein sozialer Hotspot funktioniert
Mahmut Ullmann"Treff am Bahnhof" erhält Förderung bis 2027 – wie ein sozialer Hotspot funktioniert
Treff am Bahnhof: Begegnungsstätte sichert Förderung bis Ende 2027
Die Begegnungsstätte Treff am Bahnhof hat nach dem erfolgreichen Nachweis ihrer Bedeutung als sozialer Gemeinschaftsort eine Finanzierung bis Ende 2027 erhalten. Sechs Tage die Woche geöffnet, bietet das Zentrum einen sicheren und inklusiven Raum, in dem Besucherinnen und Besucher sich austauschen, Unterstützung erhalten und Verantwortung übernehmen können. Sowohl städtische Vertreter als auch Nutzer führen den Erfolg auf die enge Zusammenarbeit zwischen Sozialpolitik und Polizei zurück.
Das Zentrum arbeitet mit klaren Regeln: Alkoholkonsum ist erlaubt, Cannabis hingegen verboten, und Übernachtungen sind nicht gestattet. Unangekündigte Kontrollen sorgen für Ordnung – bisher gab es nur wenige Vorfälle. Ehrenamtliche sind aktiv in die Organisation eingebunden, etwa bei der Verhängung von tageweisen Hausverboten, während die Stadt bei schwerwiegenden Verstößen dauerhafte Platzverweise aussprechen kann.
Die Besucherinnen und Besucher haben das Angebot gut angenommen: Täglich kommen etwa 50 Menschen vorbei. Einige, wie Joachim Wörner, haben sich Schlüsselaufgaben wie die Schlüsselverwaltung oder Reinigungsdienste übernommen. Sozialarbeiter sind wöchentlich vor Ort, und ein kostenloses monatliches Mittagessen wurde eingeführt. Regelmäßig finden Gesprächsrunden statt, zudem wünschen sich die Teilnehmenden Fachvorträge zu für sie relevanten Themen.
Die Zukunft des Projekts über 2027 hinaus hängt von den Rückmeldungen aller Beteiligten ab. Stuttgarts Oberbürgermeister Yalcin Bayraktar betont, wie wichtig das Gleichgewicht zwischen sozialer Unterstützung und ordnungspolitischen Maßnahmen ist, um den reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.
Die Verlängerung der Förderung spiegelt die positive Wirkung der Einrichtung auf das Stadtviertel wider. Mit klaren Strukturen, ehrenamtlichem Engagement und regelmäßiger Aufsicht bleibt der Treff am Bahnhof ein stabiler Anlaufpunkt für Hilfesuchende. Weitere Entscheidungen werden nach Auswertung der Erfahrungen und Anregungen in den kommenden Jahren getroffen.






