Tod eines Radaktivisten führt zu grundlegender Reform des Weserradwegs
Mahmut UllmannVerkehrsministerium Repariert Radweg Nach tödlichem Unfall eines Radaktivisten - Tod eines Radaktivisten führt zu grundlegender Reform des Weserradwegs
Der Tod des Fahrradaktivisten Andreas Mandalka im Januar 2024 hat landesweit Forderungen nach sichereren Straßen ausgelöst. Mandalka, bekannt für sein Engagement für die Sicherheit von Radfahrenden, wurde von einer 78-jährigen Autofahrerin erfasst, die ihn auf einer Landesstraße übersah. Die Tragödie hat nun konkrete Veränderungen in der Verkehrsplanung angestoßen.
Der Unfall ereignete sich auf einem Straßenabschnitt zwischen Neuhausen und dem Schellbronner Ortsteil im Enzkreis. Mandalka, ein lautstarker Befürworter besserer Bundesländer, fuhr auf der Landesstraße, als es zur Kollision kam. Bisher unterstand der Radweg in diesem Bereich der kommunalen Verantwortung – doch nun übernimmt das Land die Zuständigkeit.
Verkehrsminister Winfried Hermann betonte nach dem Vorfall die Dringlichkeit sicherer Radverbindungen. Als direkte Konsequenz wird das Land künftig für Unterhalt und Neugestaltung des Weserradwegs verantwortlich sein. Die Straßenbau- und Verkehrsabteilung der Enzkreis-Verwaltung leitet die Umplanung und Sanierung. Nach Abschluss der Arbeiten dürfen Radfahrende die Landesstraße nicht mehr nutzen, sondern müssen auf den neu ausgebauten Radweg ausweichen, der ähnliche Unfälle künftig verhindern soll.
Die Maßnahmen folgen monatelangen öffentlichen Debatten über die Verkehrssicherheit von Radfahrenden. Die Entscheidung des Landes, den Radweg umzugestalten und die Verantwortung zu übernehmen, markiert einen Kurswechsel in der Verkehrspolitik. Radfahrende in der Region werden künftig auf eine eigenständige, landeseigene Route zurückgreifen können – statt sich den Straßenraum mit dem Autoverkehr teilen zu müssen.