Thüringens Freilichtmuseen starten trotz Spritpreis-Sorgen in die neue Saison
Adriane BoucseinBeeinflusst der Spritpreis Besuche in Freilichtmuseen? - Thüringens Freilichtmuseen starten trotz Spritpreis-Sorgen in die neue Saison
Thüringens Freilichtmuseen bereiten sich auf die neue Saison vor – trotz Sorgen über steigende Spritpreise
Trotz wachsender Bedenken wegen der stark gestiegenen Kraftstoffkosten rüsten sich Thüringens Freilichtmuseen für die Eröffnung der neuen Saison. Mehrere Standorte, darunter die Thüringer Bauernhäuser in Rudolstadt und die Funkenburg in Westgreußen, öffnen Ende März und Anfang April mit neuen Attraktionen und Veranstaltungen ihre Pforten.
Seit Anfang März sind die Spritpreise auf über 2 Euro pro Liter geklettert – eine Folge der Eskalation im Nahen Osten. Museumsdirektor:innen befürchten nun, dass weniger Tourist:innen in die ländlichen Regionen reisen werden, wo ein Auto für die Anfahrt oft unverzichtbar ist.
Den Auftakt macht das Freilichtmuseum Hohenfelden am 28. März, wenn das Hauptgelände für Besucher:innen zugänglich wird. Ein neues Besucherzentrum entsteht derzeit und soll bis Ende Mai fertiggestellt sein. Direktorin Franziska Zschäck zeigt sich besorgt, dass die hohen Benzinpreise viele davon abhalten könnten, die Fahrt auf sich zu nehmen.
Die Thüringer Bauernhäuser in Rudolstadt folgen am 1. April mit Neuerungen wie einem restaurierten Eingangstor und einer leistungsstarken neuen Kaffeemaschine. Geplant sind beliebte Veranstaltungen wie das Burgenland-Weinfest, Open-Air-Kino, Sommertheater und die Konzertreihe Rudolstädter Sommer. Später im Jahr kehren der Handwerkertag, der Schäfertag und ein erweiterter Thüringer Käsemarkt zurück.
Die Funkenburg in Westgreußen öffnet wie gewohnt zu Ostern mit einer Ostereiersuche und einem thematischen Café. Trotz finanzieller Engpässe stehen eine Nachstellung der Völkerwanderungszeit und das traditionelle Funkenburg-Fest auf dem Programm. Auch Kloster Veßra präsentiert neue Ausstellungen und umgenutzte Stallungen, wobei Musik im Mittelpunkt des Saisonprogramms steht.
Um den Besuch der Museen zu erleichtern, startet das Museumsnetzwerk ab Ostern einen Wochenend-Busshuttle ab Erfurt. Damit soll die Abhängigkeit vom eigenen Auto angesichts explodierender Reisekosten verringert werden.
Die Museen haben ihr Angebot erweitert – von restaurierten Gebäuden bis hin zu neuen Festivals –, um mehr Gäste anzulocken. Doch seit die Spritpreise Ende Februar stark angestiegen sind, könnte die Besucherzahl in einer Region mit begrenztem ÖPNV-Angebot sinken. Ob der neue Busverkehr die Anreise für Tourist:innen erleichtert, wird mitentscheidend für den Erfolg der Saison sein.






