06 May 2026, 10:27

Tausende fordern in Berlin mehr Rechte für Menschen mit Behinderungen vor Gesetzesreform

Schwarzes und weißes Barrierefreiheitssymbol mit einer Person im Rollstuhl vor einem grauen Hintergrund.

Tausende fordern in Berlin mehr Rechte für Menschen mit Behinderungen vor Gesetzesreform

Hunderte Demonstranten zogen am Samstag durch Berlin, um bessere Rechte und mehr Inklusion für Menschen mit Behinderungen zu fordern. Die Kundgebung fand nur wenige Tage vor der ersten Lesung der geplanten Reformen des Behindertengleichstellungsgesetzes im Bundestag statt. Die Veranstalter betonten, dass die Aktion ein klares Signal an die Abgeordneten vor der Abstimmung senden solle.

Der Demonstrationszug startete am Brandenburger Tor und führte in Richtung Rotes Rathaus. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf etwa 1.000 Menschen. Organisiert wurde der Marsch von einem Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden, sozialen Organisationen und Behindertenrechtsgruppen.

Beim Abschluss der Kundgebung planten die Veranstalter die Übergabe einer Petition, in der rechtlich verbindliche Barrierefreiheitsstandards gefordert werden. Zu den Rednern zählten prominente Politiker wie Berlins Senatorin für Soziales, Cansel Kiziltepe (SPD), und Bundestagsvizpräsident Bodo Ramelow (Linke). Auch mehrere Abgeordnete sprachen zu den Demonstranten und betonten die Notwendigkeit stärkerer gesetzlicher Schutzmaßnahmen.

Die Proteste fallen in eine Phase, in der der Bundestag sich auf die erste Lesung der Behindertenrechtsreformen am Donnerstag vorbereitet. Aktivisten fordern konkretere Maßnahmen, um gleichberechtigten Zugang zu öffentlichen Räumen, Verkehrsmitteln und digitalen Dienstleistungen zu gewährleisten.

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Die Demonstration unterstrich den wachsenden Druck auf die Politik, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu stärken. Angesichts der anstehenden Bundestagsdebatte in dieser Woche hoffen die Organisatoren, dass die Petition zu strengeren und durchsetzbaren Barrierefreiheitsregelungen führen wird. Die Veranstaltung vereinte Aktivisten, Politiker und Interessenvertreter in einer gemeinsamen Initiative für Veränderung.

Quelle