26 February 2026, 17:35

Stuttgarts historisches Rathaus wird bis 2032 zum nachhaltigen Vorzeigeprojekt saniert

Ein Rathaus umgeben von Gebäuden, Straßenlaternen, Straßenschildern, Autos, Verkehrskegeln, Stühlen, Topfpflanzen, Bäumen und einer bewölkten Himmel.

Stuttgarts historisches Rathaus wird bis 2032 zum nachhaltigen Vorzeigeprojekt saniert

Stuttgart treibt Pläne für Sanierung seines historischen Rathauses voran – dem höchsten in Baden-Württemberg

Die Stadt Stuttgart geht mit der Sanierung ihres denkmalgeschützten Rathauses, das als höchstes in Baden-Württemberg gilt, einen wichtigen Schritt nach vorn. Das Projekt verbindet moderne Aufwertungen mit dem behutsamen Erhalt des baulichen Erbes. Für die Arbeiten, die 2030 beginnen sollen, sind bereits 9,9 Millionen Euro gesichert.

Im Rahmen des Projekts "Rathaus der Zukunft" hat die Stadt eine detaillierte denkmalschutzrechtliche Bestandsaufnahme abgeschlossen. Dieser Schritt stellt sicher, dass alle Veränderungen den Schutzstatus des Gebäudes wahren, gleichzeitig aber Raum für Modernisierungen lassen. Zu den geplanten Neuerungen zählt eine photovoltaische Fassade, die die Energieeffizienz steigern soll, ohne das traditionelle Erscheinungsbild des Rathauses zu verändern.

Um das Vorhaben effizient zu steuern, schlägt die Verwaltung die Bildung eines eigenen Entscheidungsgremiums vor. Dieses soll die Planung beschleunigen und für Transparenz sorgen, während die letzte Entscheidungsgewalt beim Stadtrat bleibt. Ziel ist es, den Prozess zu straffen, ohne die demokratische Kontrolle aufzugeben.

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Die Sanierungsarbeiten sind zwischen 2030 und 2032 vorgesehen. Während dieser Zeit werden die städtischen Dienststellen in provisorische Büros auf dem Gelände des Krankenhauses umziehen. Noch wird am Raumprogramm für die Umgestaltung gefeilt, um sicherzustellen, dass jedes Detail des Entwurfs sowohl modernen Anforderungen als auch denkmalschützerischen Belangen gerecht wird.

Stuttgart steht mit diesem Vorhaben nicht allein da: Auch die benachbarte Gemeinde Erolzheim plant eine ähnliche Sanierung ihres unter Denkmalschutz stehenden Rathauses – gefördert im Rahmen des Städtebauförderprogramms 2026. Beide Kommunen streben eine Balance zwischen Bewahrung des historischen Erbes und zeitgemäßer Funktionalität an.

Die Modernisierung wird das Stuttgarter Rathaus zu einem nachhaltigen, energieeffizienten Gebäude verwandeln, ohne seinen historischen Charakter zu beeinträchtigen. Mit gesicherter Finanzierung und vorbereiteten Übergangsregelungen läuft das Projekt planmäßig auf eine Fertigstellung bis 2032 hinaus. Die Stadt erwartet, dass das neue Gremium dazu beiträgt, die Umbaumaßnahmen reibungslos und termingerecht umzusetzen.