Stuttgarts "Digitaler Knoten": Milliardenprojekt verzögert sich bis 2030 und später
Bernhardine RörrichtStuttgarts "Digitaler Knoten": Milliardenprojekt verzögert sich bis 2030 und später
Stuttgarts ehrgeiziges Bahnprojekt "Digitaler Knoten" nimmt Gestalt an – doch die Fertigstellung liegt noch in weiter Ferne
Das milliardenschwere Vorhaben, mit dem der Stuttgarter Eisenbahnknoten grundlegend modernisiert werden soll, schreitet voran – doch bis zur vollen Inbetriebnahme werden noch Jahre vergehen. Die Bundesregierung hat für 2026 insgesamt 23 Milliarden Euro veranschlagt, wobei ein beträchtlicher Teil in dieses Großprojekt fließt. Dennoch wird der komplette Knoten frühestens 2029 eröffnet – und ein voller Betrieb könnte sich sogar bis 2030 oder später verzögern.
Der "Digitale Knoten Stuttgart", eines der teuersten Infrastrukturprojekte Deutschlands, umfasst zahlreiche Aus- und Neubauten. Doch wie viele Einzelmaßnahmen sich derzeit in Planung oder bereits in Umsetzung befinden, dazu liegen keine genauen Angaben vor. Auch für Teilabschnitte des Projekts gibt es bisher keine festen Eröffnungstermine.
Die Deutsche Bahn steht unter Zeitdruck: Bis spätestens Mitte 2026 muss ein neues Betriebskonzept für den Knoten vorgelegt werden. Selbst bei Einhaltung dieses Fahrplans ist frühestens 2029 mit einer schrittweisen Inbetriebnahme zu rechnen.
Doch bis das System seine volle Leistungsfähigkeit erreicht, wird es noch deutlich länger dauern. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass das gesamte Netz erst 2030 oder sogar noch später vollständig funktionsfähig sein wird.
Das Projekt bleibt ein Langzeitvorhaben ohne konkrete Termine für die einzelnen Bausteine. Das von der Deutschen Bahn bis Mitte 2026 zu erarbeitende Konzept wird die weiteren Phasen prägen – doch Fahrgäste und Unternehmen müssen sich noch Jahre gedulden, bis sie die vollen Vorteile spüren. Die 23 Milliarden Euro, die der Bund investiert, unterstreichen sowohl den Umfang als auch die Komplexität der Modernisierung.






