Stuttgarter Friedenspreis 2023 geht an Seebrücke Baden-Württemberg für humanitäre Fluchtpolitik
Philipp NetteStuttgarter Friedenspreis 2023 geht an Seebrücke Baden-Württemberg für humanitäre Fluchtpolitik
Die Seebrücke Baden-Württemberg erhält den Stuttgarter Friedenspreis 2023
Die Bewegung Seebrücke Baden-Württemberg ist mit dem Stuttgarter Friedenspreis 2023 ausgezeichnet worden. Die Initiative setzt sich für sichere Fluchtwege, legale Rettungseinsätze auf See und eine faire Behandlung von Asylsuchenden ein. Für ihr Engagement im Rahmen der Kampagne "Sichere Häfen" erhielt die Gruppe ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.
Die Verleihung fand im Rahmen einer Feier statt, bei der Ryyan Alshebl, Bürgermeister von Ostelsheim, die Laudatio hielt. Alshebl war 2015 selbst aus Syrien geflohen und wurde später zum ersten syrischen Flüchtling, der in Deutschland ein Bürgermeisteramt übernahm. In seiner Rede kritisierte er die aktuelle Asyldebatte als "enttäuschend und frustrierend".
Die Seebrücke Baden-Württemberg ist Teil eines überregionalen Netzwerks, das sich gegen die restriktive Migrationspolitik Europas stellt. Elena, eine Aktivistin der Gruppe, betonte, dass diese Politik grundlegende Menschenrechte verletze. Die Bewegung wird mittlerweile von 44 Kommunen in der Region unterstützt, darunter Stuttgart, Heidelberg und Karlsruhe.
Der Preis wird jährlich von den "AnStiftern" und der Stiftung Stuttgarter Friedenspreis vergeben. In diesem Jahr ging der Jugendpreis an das Junge Theater der Waldbühne Sigmaringendorf. Beide Auszeichnungen würdigen Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität.
Das Preisgeld von 5.000 Euro fließt in die weitere Arbeit der "Sicheren Häfen"-Kampagne der Seebrücke. Die Initiative setzt sich weiterhin für eine menschlichere Asylpolitik in Europa ein und bleibt in Baden-Württemberg ein zentraler Akteur der Bewegung.






