Stuttgart steht still: Großer Warnstreik legt Stadt am Dienstag lahm
Philipp NetteStreiks angekündigt - Wilhelma und Theater betroffen - Stuttgart steht still: Großer Warnstreik legt Stadt am Dienstag lahm
Großer Warnstreik im öffentlichen Dienst in Stuttgart: Beschäftigte bereiten Streik am Dienstag vor
Am Dienstag steht in Stuttgart ein großer Warnstreik im öffentlichen Sektor bevor. Die Arbeitsniederlegung könnte kulturelle Einrichtungen, Hochschulen und Behörden in der gesamten Stadt beeinträchtigen. Bisherige Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern blieben ohne Ergebnis bei den Lohnforderungen.
Der Warnstreik folgt auf eine zweite Verhandlungsrunde, die ohne Fortschritte endete. Die Gewerkschaften Verdi und dbb fordern für über 920.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Stuttgart eine Lohnerhöhung von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr. Eine letzte Verhandlungsrunde ist für den 11. bis 13. Februar angesetzt.
Der Streik wird voraussichtlich zentrale Dienstleistungen in Stuttgart lahmlegen. Der Wilhelma-Zoo, das Staatstheater und die Staatsgalerie in Stuttgart werden voraussichtlich für den Tag schließen. Auch Universitäten und Hochschulen in der Stadt sind zum Mitmachen aufgerufen. Bei Behörden könnte es zu Verzögerungen kommen. Sämtliche Landesministerien und der Landtag in Stuttgart könnten sich an der Arbeitsniederlegung beteiligen. Mit rund 2,2 Millionen potenziell Betroffenen droht dem öffentlichen Leben in der Stadt eine erhebliche Störung.
Der Streik wird die Entschlossenheit beider Seiten vor den finalen Verhandlungen auf die Probe stellen. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnten weitere Arbeitskämpfe im öffentlichen Dienst in Stuttgart folgen. Bis dahin sollten sich Einwohner und Besucher Stuttgarts auf Schließungen und Verzögerungen am Dienstag einstellen.