04 March 2026, 17:40

Stuttgart investiert Milliarden in zwei neue Stadtbahn-Projekte mit Rekordförderung

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Bäumen und Fahrzeugen, die einen Zitat von Präsident Obama zum Thema Klimawandel in den Vordergrund stellt, unter einem sichtbaren Himmel.

Stuttgart investiert Milliarden in zwei neue Stadtbahn-Projekte mit Rekordförderung

Die Stuttgarter Stadtbahn-Gesellschaft hat Pläne für zwei große Erweiterungen vorgestellt, die durch erhebliche öffentliche Mittel gefördert werden. Beide Vorhaben – der Ausbau der Heslacher-Abschnitts sowie die Reaktivierung der Markgröningen-Bahn – erhalten mehr als 85 Prozent ihrer Kosten aus Bundes- und Landesmitteln. Verantwortliche bezeichnen die Investitionen als entscheidende Weichenstellungen für die Verkehrszukunft der Region.

Der neue Heslacher-Abschnitt soll rund 34 Millionen Euro kosten. Davon werden 87 Prozent durch Fördergelder des Bundes und des Landes abgedeckt; die verbleibenden 13 Prozent tragen die beteiligten Kommunen im Verhältnis zu ihrem Nutzen aus der Streckenverlängerung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Wiederinbetriebnahme der Markgröningen-Bahn ist mit voraussichtlich 103 Millionen Euro deutlich teurer. Hier stammen 95 Prozent der Mittel aus Bundes- und Landeshaushalten. Wie beim Heslacher-Projekt wird auch hier die restlichen 5 Prozent transparent auf die Mitgliedsgemeinden aufgeteilt.

Michael Ilk, Chef der Stuttgarter Stadtbahn, bewertet die Projekte als langfristige Investitionen. Die hohe Förderquote sorge dafür, dass sich die Vorhaben über die kommenden Jahrzehnte wirtschaftlich rechnen würden, so Ilk. Zudem hat die Stadtbahn bei der Landesregierung Baden-Württemberg beantragt, künftige Betriebskosten zu übernehmen – ein Schritt, der die Finanzierung des Systems weiter stabilisieren könnte.

Seit der letzten Finanzierungsentscheidung gibt es keine neuen Angaben zu Bauzeitplänen oder konkreten Fortschritten. Der Fokus liegt weiterhin auf der Sicherung der Mittel und einer fairen Kostenverteilung. Beide Erweiterungen werden stark von öffentlichen Zuschüssen abhängen, während die Kommunen nur einen geringen Anteil der Ausgaben tragen.