11 May 2026, 04:26

Strom wird günstiger – doch Gaspreise bleiben eine tickende Zeitbombe

Liniengraph, der die Kraftstoffpreise in den Vereinigten Staaten im Laufe der Zeit vergleicht, mit einer blauen Linie, die einen stetigen Abfall zeigt, und einer grünen Linie, die einen leichten Anstieg zeigt.

Strom wird günstiger – doch Gaspreise bleiben eine tickende Zeitbombe

Strompreise in Deutschland sinken – doch bei Gas drohen weitere Belastungen

Die Strompreise in Deutschland beginnen zu fallen, begünstigt durch den wachsenden Anteil günstiger erneuerbarer Energien. Dennoch bleiben Sorgen über die Gaspreise bestehen: Experten warnen, dass die Kosten für Haushalte in den kommenden Monaten noch steigen könnten. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, fordert nun sowohl Energiesparmaßnahmen als auch mögliche regulatorische Eingriffe, um den Markt zu stabilisieren.

Der Rückgang der Strompreise fällt mit dem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland zusammen. Da das Angebot die Nachfrage oft übersteigt, kommt es zunehmend zu negativen Strompreisen – sprich: Produzenten zahlen mitunter dafür, überschüssigen Strom loszuwerden. Als Lösungsansätze schlägt Müller unter anderem den Ausbau von Speicherkapazitäten oder den Wechsel von festen Einspeisevergütungen hin zu direkten Marktverkäufen vor.

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Die meisten Haushalte profitieren derzeit noch von Gaspreisgarantien, die ein Jahr oder länger gelten. Doch diese Verträge laufen bald aus, und Folgeverträge könnten teurer werden. Müller schließt weitere Preiserhöhungen nicht aus, betont jedoch, dass Verbraucher dort, wo möglich, weiterhin Gas sparen sollten.

Die Regulierungsbehörde prüft zudem Schritte, um extreme Preisschwankungen zu verhindern. Müller zeigte sich offen für Eingriffe, falls die negativen Strompreise anhalten – ein mögliches Zeichen für eine Neuausrichtung im Umgang mit Überschussenergie.

Zwar bringt der günstigere Strom derzeit etwas Entlastung, doch die Gaspreisentwicklung bleibt ungewiss. Haushalte mit auslaufenden Verträgen könnten bald höhere Kosten tragen. Die Bundesnetzagentur beobachtet die Lage weiter und versucht, Markstabilität mit langfristigen Energielösungen in Einklang zu bringen.

Quelle