23 December 2025, 20:47

Stadtrat genehmigt Renovierung des Ehinger Tors

Eine Person fährt mit dem Fahrrad auf einem Gehweg mit vielen Menschen, Bussen mit Text darauf, Gebäuden und Laternen im Hintergrund.

Stadtrat genehmigt Renovierung des Ehinger Tors

Der Ulmer Stadtrat hat nach einem Patt in der Ausschussabstimmung eine umfassende Neugestaltung des Bereichs um das Ehinger Tor beschlossen. Bis 2030 soll die stark befahrene Verkehrsachse B10 umgestaltet werden: Fahrspuren werden reduziert, Grünflächen erweitert und der öffentliche Nahverkehr besser angebunden. Ziel ist es, die Innenstadt mit dem Weststadtviertel zu vernetzen und das Gebiet fußgänger- und fahrradfreundlicher zu gestalten.

Im Mittelpunkt der Umgestaltung stehen mehrere wichtige Straßen rund um das Ehinger Tor. Die Neue Straße wird zwischen Bismarckring und Schillerstraße von vier auf drei Spuren verengt. Der gewonnene Platz soll für eine modernisierte Haltestelle des öffentlichen Verkehrs sowie neue Fuß- und Radwege genutzt werden.

Die Wagnerstraße wird auf eine Spur pro Fahrtrichtung reduziert. Der Verkehr aus der Weststadt in nördliche Richtung wird stattdessen über die Söflinger Straße und den Söflinger Kreisverkehr umgeleitet. Diese Maßnahme soll Staus verringern und den Verkehrsfluss verbessern. Am Bismarckring und in der Furttenbachstraße entfallen langfristig fünf der derzeit neun Spuren. Eine Spur auf der Seite des Ehinger Tors am Bismarckring weicht einer durchgehenden Nord-Süd-Radroute. Die vereinfachte Gestaltung des Verkehrsknotens soll die Orientierung erleichtern und die Sicherheit erhöhen. Für die Zinglerstraße ist ein grüner Mittelstreifen geplant, der den Großen und Kleinen Ehinger Park verbindet. Diese Fläche schafft einen eigenen Bereich für Fußgänger und Radfahrer und stärkt die Vernetzung der Grünanlagen. Auch die Haltestelle am Ehinger Tor wird bis 2030 auf längere Straßenbahnen und barrierefreie, verlängerte Bahnsteige umgerüstet.

Das Projekt ist Teil weiterreichender städtischer Vorhaben, darunter der Neubau der Wallstraßenbrücke und des Blaubeurer-Tor-Tunnels, dessen Bau am 30. November 2025 begann. Gemeinsam sollen diese Maßnahmen die Dominanz des Autoverkehrs zurückdrängen und ein einladenderes städtisches Umfeld schaffen.

Die Neugestaltung setzt am Ehinger Tor klare Prioritäten: Öffentlicher Verkehr, Radfahrer und Fußgänger erhalten Vorrang vor dem Autoverkehr. Bis zum Ende des Jahrzehnts werden Spuren abgebaut, Grünflächen ausgebaut und die Verkehrsanbindung modernisiert. Die Stadt erwartet, dass diese Veränderungen die Mobilität verbessern und Stadtteile, die bisher durch starken Verkehr getrennt waren, wieder enger zusammenführen.