14 January 2026, 14:37

Spöttisches Gedicht über Baerbock und Habeck löst Streit im Auswärtigen Amt aus

Eine alte Zeitung mit einem politischen Cartoon einer Frau in einem Kleid und Hut, umgeben von einer Gruppe von Menschen, mit begleitendem Text.

"Bild": Aufruhr im Ministerium wegen internem Spottgedicht - Spöttisches Gedicht über Baerbock und Habeck löst Streit im Auswärtigen Amt aus

Spöttisches Gedicht über zwei Spitzenpolitiker sorgt für Aufruhr im Auswärtigen Amt

Ein satirisches Gedicht, das sich über zwei prominente deutsche Politiker lustig macht, hat im Auswärtigen Amt für Kontroversen gesorgt. Der unter dem Titel „Ken & Barbie – Robert und Annalena“ veröffentlichte Text erschien zunächst in einer internen Mitarbeiterzeitschrift, wurde jedoch später wieder entfernt. Zielscheibe des Spotts waren die ehemalige Außenministerin Annalena Baerbock und der frühere Vizekanzler Robert Habeck, die beide erst kürzlich ihre Regierungsämter niederlegten.

Das Gedicht war zunächst in „InternAA“, dem hausinternen Magazin des Auswärtigen Amts für Beschäftigte, veröffentlicht worden. Verfasst unter einem Pseudonym, bleibt die Identität des Autors oder der Autorin unbekannt. Die Zeilen richteten sich kritisch gegen die Politik von Baerbock und Habeck während ihrer Zeit in der Ampelkoalition und enthielten Passagen wie „Die Welt, feministisch designed, gerettet werden soll – doch nicht alle lachten mit“ oder „Glatte Reden, ohne Können, vergaßen das Volk dabei“.

Das Auswärtige Amt entfernte das Gedicht später aus der Zeitschrift. Offizielle Stellen betonten, „InternAA“ genieße als interne Publikation redaktionelle Unabhängigkeit. Der Vorfall ereignet sich kurz nach Baerbocks Rücktritt als Außenministerin, um Präsidentin der UN-Generalversammlung zu werden. Auch Habeck hatte seine Ämter als Vizekanzler, Wirtschaftsminister und Bundestagsabgeordneter aufgegeben. Ein weiteres Gedicht mit dem Titel „Heizung aus, Pullover an“ verspottete die politische Linie des Duos zusätzlich. Beide Texte spiegeln die Unzufriedenheit einiger Beamter mit den von Baerbock und Habeck in ihrer Amtszeit vorangetriebenen Politiken wider.

Die Entfernung des Gedichts unterstreicht die Spannungen innerhalb des Auswärtigen Amts beim Umgang mit politischer Satire. Zwar haben sowohl Baerbock als auch Habeck ihre Regierungsverantwortung bereits abgegeben, doch die Debatte darüber hält an. Der Vorfall wirft Fragen auf, wie interne Kritik in öffentlichen Institutionen gehandhabt wird.