Sportministerkonferenz beschließt Aktionsplan für mehr Bewegung und sicheren Sport
Mahmut UllmannSportministerkonferenz beschließt Aktionsplan für mehr Bewegung und sicheren Sport
Die 53. Sportministerkonferenz (SMK) fand auf der Insel Norderney statt und wurde von Baden-Württembergs Sportministerin Theresa Schopper geleitet. Im Mittelpunkt standen die Pläne für ein neues Zentrum für sicheren Sport, Maßnahmen zur Steigerung der Bewegung bei Kindern und Jugendlichen sowie die Zukunft der Nordischen Kombination bei Olympischen Spielen.
Erörtert wurden zudem steuerrechtliche Regelungen für Sportvereine, das Bundes-Sportfördergesetz und die Vorbereitungen auf große Sportereignisse.
Theresa Schopper eröffnete die Konferenz mit dem Appell, eine kulturelle Wende hin zu mehr Bewegung und Sport bei Kindern und Jugendlichen einzuleiten. Sie schlug die Entwicklung eines Nationalen Aktionsplans vor, um dem Rückgang der körperlichen Aktivität entgegenzuwirken. Andy Grote, Hamburger Senator für Sport, unterstrich die Dringlichkeit und forderte sofortige Maßnahmen, um junge Menschen in Bewegung zu bringen.
Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport im Bund, kündigte zwei zentrale Vorhaben an: die Gründung eines unabhängigen Zentrums für sicheren Sport sowie die Stärkung des Spitzensports durch das Sportfördergesetz und eine neue Elitesport-Agentur. Armin Schuster, Sächsischer Staatsminister für Sport, drängte auf eine zügige Verabschiedung des Sportfördergesetzes und die Einrichtung einer Hochleistungs-Sportagentur in seiner Region.
Ein weiteres zentrales Thema war die ungewisse Zukunft der Nordischen Kombination. Trotz öffentlicher Unterstützung Deutschlands für die Aufnahme von Frauenwettbewerben bis 2030 droht der Sport aus dem olympischen Programm gestrichen zu werden. Horst Hüttel vom Deutschen Skiverband (DSV) warnte, dass die Disziplin ohne Frauenwettkämpfe vollständig aus den Spielen verschwinden könnte. Schuster kritisierte zudem den Ausschluss der Frauen-Nordischen Kombination von den Olympischen Spielen 2026 und lobte das Programm "Jugend trainiert" als Erfolgsmodell.
Zum Abschluss dankte Daniela Behrens, Niedersächsische Sportministerin, den Teilnehmenden für die konstruktiven Gespräche. Sie hob die Beschlüsse zur Einrichtung des Zentrums für sicheren Sport sowie zur Schaffung klarer finanzieller und rechtlicher Rahmenbedingungen für Sportvereine hervor.
Die Konferenz endete mit Vereinbarungen zur Vorantreibung des Zentrums für sicheren Sport und zur besseren Unterstützung von Spitzensportlern. Ein Nationaler Aktionsplan für den Jugendsport soll nun erarbeitet werden, während die Zukunft der Nordischen Kombination von der Aufnahme von Frauenwettbewerben abhängt. Die Ergebnisse werden in den kommenden Jahren die Weichen für Sportförderung, Vereinsregelungen und olympische Teilnahmen stellen.






