15 March 2026, 08:23

SPD stürzt in Baden-Württemberg auf historisches Rekordtief von 5,5 Prozent ab

Eine Deutschlandkarte mit in rot und blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl von 2016 zeigt, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

5,5 Prozent: Das schlechteste Ergebnis aller Zeiten für die SPD - SPD stürzt in Baden-Württemberg auf historisches Rekordtief von 5,5 Prozent ab

Die SPD hat bei einer Wahl in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten eingefahren. Bei der jüngsten Landtagswahl in Baden-Württemberg kam die Partei nur noch auf 5,5 Prozent der Stimmen – weniger als die Hälfte ihres bisherigen Tiefstands in der Region. Der Rückgang markiert einen drastischen Einbruch im Vergleich zu früheren Wahlen und spiegelt die bundesweiten Schwierigkeiten der Sozialdemokraten wider.

In Baden-Württemberg ist die Unterstützung für die SPD in den vergangenen zwei Jahrzehnten regelrecht eingebrochen. 2001 hatte die Partei noch 33,3 Prozent der Stimmen geholt, doch bis 2012 war dieser Wert bereits auf 12,7 Prozent gesunken. Das aktuelle Ergebnis von 5,5 Prozent unterbietet sogar den bisherigen Negativrekord von 6,1 Prozent, den die SPD 2019 in Thüringen verzeichnete.

Auch auf Bundesebene musste die SPD herbe Verluste hinnehmen. Bei der letzten Bundestagswahl im vergangenen Jahr erreichte sie nur noch 16,4 Prozent – ein Rückgang gegenüber den 25,71 Prozent von 2021. In mehreren Bundesländern, darunter Sachsen, Bayern und Sachsen-Anhalt, sind einstellige Ergebnisse für die Partei mittlerweile keine Seltenheit mehr.

Trotz der Schwächephase der SPD stieg die Wahlbeteiligung in Baden-Württemberg 2026 auf 69,6 Prozent – nach 63,8 Prozent im Jahr 2021. Die Beteiligung schwankte in den vergangenen Jahren stark: 2016 lag sie bei 70,4 Prozent, 2006 dagegen nur bei 53,4 Prozent.

Das Ergebnis von 5,5 Prozent in Baden-Württemberg bedeutet für die SPD einen historischen Tiefpunkt. Es ist der vorläufige Endpunkt eines langjährigen Niedergangs in dem Bundesland und steht exemplarisch für die bundesweiten Verluste der Partei. Die Wahl bestätigt damit die geschwächte Position der Sozialdemokraten in der deutschen Politik.

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