Skandal an Uni Freiburg: 15 Jahre heimliche Videoaufnahmen erschüttern Vertrauen
Adriane BoucseinSkandal an Uni Freiburg: 15 Jahre heimliche Videoaufnahmen erschüttern Vertrauen
Versteckte Kamera-Affäre an der Universität Freiburg erschüttert die akademische Welt
An der Universität Freiburg hat ein Skandal um heimliche Videoaufnahmen die Wissenschaftsgemeinschaft schockiert. Über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren filmte ein ehemaliger akademischer Berater zahlreiche Frauen in privaten und universitären Räumen ohne deren Wissen. Der Fall betrifft mehrere hundert Betroffene und wirft schwere Fragen zu Aufsichtspflichten und Sicherheit auf.
Erst im März 2026 kam der Skandal ans Licht – und offenbarte, dass der Täter jahrelang Frauen ohne deren Einwilligung aufgezeichnet hatte. Viele fragen sich nun, wie solche Straftaten so lange unentdeckt bleiben konnten. Die Freiburger Landtagsabgeordnete Nadyne Saint-Cast fordert eine lückenlose und transparente Aufklärung der Versäumnisse, die dies ermöglicht haben.
Saint-Cast setzt sich für strengere Schutzmaßnahmen ein, darunter klarere Meldestrukturen und bessere Präventionsstrategien. Sie kritisiert die Universität scharf dafür, den Missbrauch nicht früher erkannt zu haben, begrüßt aber deren jüngste Bemühungen, den Dialog mit der Campusgemeinschaft zu suchen. Die Hochschule hat interne Überprüfungen eingeleitet, doch wie viele Betroffene sich bisher gemeldet haben, bleibt unklar.
Das Vertrauen in die Universität ist schwer erschüttert. Saint-Cast betont, dass nun Rechenschaftspflicht und die Unterstützung der Opfer oberste Priorität haben müssen.
Der Fall legt eklatante Schutzlücken im universitären System offen. Die Forderungen nach schärferen Richtlinien und zugänglicherer Meldewege werden immer lauter. Ohne konkrete Reformen, warnen Verantwortliche, könnten sich ähnliche Vorfälle wiederholen.






