25 March 2026, 20:29

Schwerer Stromunfall in Böbingen: Zwei Arbeiter nach Lichtbogen lebensgefährlich verletzt

Zwei M"anner auf Leitern bei der Arbeit an einer Stromleitung mit einem Pfahl im Vordergrund, B"umen und Himmel im Hintergrund und Eisenbahnschienen unten.

Schwerer Stromunfall in Böbingen: Zwei Arbeiter nach Lichtbogen lebensgefährlich verletzt

Zwei Arbeiter bei Stromunfall in Böbingen schwer verletzt

Zwei junge Arbeiter erlitten am 22. Mai 2025 am Bahnhof Böbingen lebensgefährliche Verletzungen, nachdem sie von einem Lichtbogen getroffen wurden. Der Unfall ereignete sich gegen 14:20 Uhr in der Nähe von Gleis 3, während die Männer mit einer Messlatte Entwässerungsarbeiten durchführten. Rettungskräfte eilten nach einem Notruf eines Zugdisponenten, der den Vorfall beobachtet hatte, zur Unfallstelle.

Die Arbeiter hatten eine lange Metallstange benutzt, die dem 15.000-Volt-Oberleitungsnetz zu nahe kam. Dadurch unterschritt die Stange den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand, woraufhin ein mächtiger Lichtbogen entstand, der beide Männer traf. Sie erlitten schwere Verbrennungen und weitere kritische Verletzungen und wurden umgehend per Rettungshubschrauber in nahegelegene Krankenhäuser zur Notfallbehandlung geflogen.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen zu dem Vorfall eingeleitet. Die Behörden prüfen, ob Fahrlässigkeit eine Rolle spielte, da unbefugtes oder unsicheres Nähern an Oberleitungen von Bahnen extreme Risiken birgt. Allein in den letzten fünf Jahren gab es in Deutschland mindestens vier ähnliche Unfälle mit tödlichen oder schweren Stromschlägen. Dazu zählt ein tödlicher Vorfall in Hamburg-Wandsbek am 4. März 2026, bei dem ein Arbeiter während Landschaftsarbeiten einen Stromschlag erlitt, sowie ein weiterer in Melle, wo ein 16-Jähriger bei einem Kletterunfall an einem Zug schwer verletzt wurde. Weitere Fälle wurden in Erstfeld (Schweiz, in deutschen Medien berichtet) und in Möckern, Sachsen-Anhalt, verzeichnet, wo ein 52-jähriger Lkw-Fahrer bei einem Arbeitsunfall ums Leben kam.

Die Bahnsicherheitsvorschriften verbieten strikt den unbefugten Zutritt zu Gleisanlagen – schon indirekter Kontakt, etwa über Werkzeuge oder Geräte, kann tödliche Stromschläge auslösen. Die Ermittlungen sollen klären, ob bei den Entwässerungsarbeiten die vorgeschriebenen Sicherheitsprotokolle eingehalten wurden.

Die beiden verletzten Arbeiter schweben weiterhin in Lebensgefahr. Die Behörden warnen erneut vor den tödlichen Gefahren bei Arbeiten in der Nähe von stromführenden Bahn-Oberleitungen. Die Ergebnisse der Bundespolizei werden zeigen, ob Sicherheitsvorkehrungen missachtet wurden und weitere Maßnahmen erforderlich sind.

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