Schleusungsverdacht am Rhein: Spanier mit zwei Algeriern ohne Papiere gestoppt
Bernhardine RörrichtSchleusungsverdacht am Rhein: Spanier mit zwei Algeriern ohne Papiere gestoppt
Bundespolizisten haben an der Grenzübergangsstelle Weil am Rhein–Palmrain-Brücke ein Fahrzeug angehalten, was zu mehreren Ermittlungsverfahren führte. Bei dem Vorfall ging es um einen spanischen Fahrer und zwei algerische Mitfahrer ohne gültige Ausweispapiere. Die Behörden prüfen nun mögliche Schleusungskriminalität sowie Drogendelikte.
Ein 43-jähriger Spanier hatte zwei Algerier im Alter von 26 und 31 Jahren in seinem Auto, als Beamte den Wagen an einer Bundeskontrollstelle stoppten. Die Mitfahrer konnten keine gültigen Einreisedokumente für Deutschland vorlegen. Beide wurden die Einreise verweigert und sie wurden nach Frankreich zurückgeschickt.
Bei der Kontrolle entdeckten die Polizisten 35 Gramm Cannabisharz beim 26-jährigen Algerier. Ihm droht nun ein Verfahren nach dem Cannabiskonsumgesetz. Die beiden Algerier werden zudem nach dem Aufenthaltsgesetz angeklagt, weil sie versucht hatten, ohne gültige Papiere einzureisen.
Gegen den Fahrer wird wegen des Verdachts auf Schleusung ermittelt. Aus offiziellen Berichten des vergangenen Jahres geht hervor, dass es in diesem Grenzgebiet vermehrt zu solchen Fällen kommt. Zwischen Februar 2025 und Februar 2026 registrierten die Behörden in der Nähe von Weil am Rhein etwa 15 Verdachtsfälle von Menschenhandel und 28 drogenbezogene Straftaten.
Die beiden Algerier wurden nach Frankreich zurückgebracht, da sie die Einreisebestimmungen nicht erfüllten. Der Fahrer bleibt unter Ermittlung, während dem Mitfahrer mit dem Cannabisbesitz rechtliche Konsequenzen drohen. Die Polizei überwacht die Grenze weiterhin auf ähnliche Verstöße.