Schaffner in Baden-Württemberg nach brutaler Attacke im Zug verletzt
Mahmut UllmannSchaffner in Baden-Württemberg nach brutaler Attacke im Zug verletzt
Am Dienstagnachmittag ist ein Schaffner in Baden-Württemberg auf einem Zug Opfer einer tätlichen Attacke geworden. Der Vorfall ereignete sich gegen 15:55 Uhr auf einer Verbindung von Ammerbuch nach Tübingen. Die Polizei bestätigte, dass der 21-jährige Tatverdächtige, ein Syrer, ohne gültigen Fahrausweis unterwegs war.
Der Zwischenfall begann, als der 64-jährige Kontrolleur den Fahrgast aufforderte, sein Ticket vorzuzeigen. Ohne Vorwarnung wurde der Mann aggressiv und trat dem Schaffner gegen das Bein. Ein Mitreisender griff daraufhin ein, hielt den Verdächtigen fest und übergab ihn an eintreffende Beamte der Bundespolizei.
Gegen den Mann wird nun wegen Körperverletzung ermittelt. Die Behörden wiesen darauf hin, dass solche Vorfälle auf Zügen in der Region ein wiederkehrendes Problem darstellen. Daten der Bundespolizei Stuttgart zeigen, dass die Fallzahlen von Körperverletzungen zwischen 2019 und 2025 schwanken – mit einem Höchststand von 591 registrierten Fällen im Jahr 2022. Der niedrigste Wert lag 2021 bei 337, doch insgesamt bleiben die Zahlen auf hohem Niveau.
Die Polizei rät Fahrgästen, wie sie bei Zeugenschaft von Aggressionen sicher eingreifen können. Betont wird, dass man anderen helfen solle, ohne sich selbst unnötigen Gefahren auszusetzen.
Der Schaffner erhielt nach dem Angriff medizinische Versorgung. Gegen den Verdächtigen laufen weiterhin Ermittlungen, die Anklage steht noch aus. Die Behörden beobachten die Entwicklung von Gewaltvorfällen im öffentlichen Nahverkehr weiterhin genau und fordern Fahrgäste zu erhöhter Wachsamkeit auf.






