SC Freiburg bricht Auswärtssieg-Fluch im Schneechaos gegen den HSV
Adriane BoucseinSC Freiburg bricht Auswärtssieg-Fluch im Schneechaos gegen den HSV
SC Freiburg besiegt den Hamburger SV mit 2:1 im Schnee und beendet die 11-spiele-lange Auswärtsserie ohne Sieg in der Bundesliga. In einem hart umkämpften Spiel, das unter winterlichen Bedingungen stattfand, setzte sich der SC Freiburg mit 2:1 durch und beendete damit seine seit März anhaltende Durststrecke in Auswärtsspielen. Hamburg ging zwar früh in Führung, musste aber nach einer Roten Karte fast die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten.
Von Beginn an zeigte Freiburg Initiative: Lukas Kübler flankte gefährlich, und Lucas Höler testete mit Schüssen die Hamburger Abwehr – doch vor der Pause blieb es torlos. Trotz des anhaltenden Schneefalls, der in Hamburg bereits zu Spielabsagen geführt hatte, wurde die Partie wie geplant ausgetragen.
Erst in der 48. Minute gelang Hamburg der Führungstreffer: Luka Vuskovic köpfte sein Team mit 1:0 in Front. Doch nur Momente später drehte sich das Spiel. Daniel Elfadli foulte Höler im Strafraum und sah Rot – Hamburg stand nun mit zehn Mann da. Vincenzo Grifo verwandelte den fälligen Elfmeter souverän zum 1:1.
Mit dem Mann mehr erhöhte Freiburg den Druck. Hamburgs Winterneuzugang Damion Downs blieb blass und wurde von Freiburgs defensiver Doppelspitze Philipp Lienhart und Matthias Ginter gut in Schach gehalten. In der 83. Minute traf dann der eingewechselte Igor Matanović zum 2:1 – bereits das achte Jokertor der Freiburger in dieser Saison.
Hamburgs Trainer Merlin Polzin setzte in dieser Partie keine Debütanten ein – alle eingewechselten Spieler hatten bereits zuvor in der Saison gespielt. Trotz defensiver Ausrichtung konnte der HSV nach der Roten Karte die Führung nicht halten, während Freiburgs Beharrlichkeit sich schließlich auszahlte.
Der Sieg ist Freiburgs erster Auswärtserfolg in der Bundesliga seit März und beendet die lange Serie ohne Dreier auf fremdem Platz. Für Hamburg, das nun seit fünf Spielen ohne Punkt bleibt, wird die Lage nach dem Einbruch in der zweiten Halbzeit und dem folgenreichen Platzverweis immer prekärer.