Saturn in der Leipziger Straße schließt – was kommt nach dem Leerstand?
Philipp NetteSaturn in der Leipziger Straße schließt – was kommt nach dem Leerstand?
Saturn-Filiale in der Leipziger Straße schließt im Sommer ihre Türen
Die Schließung stellt einen Rückschlag für die Bemühungen der Stadt dar, das Innenstadtgebiet wiederzubeleben. Bürgermeister Dr. Alexander Vogt nannte die Entscheidung "enttäuschend für die lokale Entwicklung".
Die MediaMarktSaturn Retail Group kündigte die Schließung im Rahmen eines umfassenden Konsolidierungsplans an. Der Fokus liegt künftig auf dem bestehenden Standort im Halle Center in Peißen. Die Entscheidung hinterlässt eine große Leerstandsfläche in einem der wichtigsten Einkaufsviertel der Stadt.
Die Stadt war in die Verhandlungen zwischen dem Eigentümer und Saturn nicht eingebunden. Diese fehlende Einbindung veranlasste Bürgermeister Vogt nun zum Handeln. Er plant, beide Seiten zu kontaktieren, um mögliche Alternativen und vorübergehende Lösungen für das Gelände zu erörtern.
Die Leipziger Straße bleibt dennoch ein attraktiver Standort – insbesondere vor dem Hintergrund der geplanten Eröffnung des Zukunftszentrums. Zudem ist bereits ein Hotelprojekt für die Hausnummer 63 in Vorbereitung. Dennoch betonte der Bürgermeister, dass Immobilienbesitzer innovative Ideen vorlegen müssten, um die Innenstadt lebendig zu halten.
Vogt räumte ein, dass die Besetzung von Leerständen flexible Ansätze erfordere. Lösungen müssten die Marktnachfrage mit den Interessen der Investoren in Einklang bringen. Die Stadt habe zugesagt, Eigentümer und Investoren bei der Suche nach tragfähigen Optionen für die Leipziger Straße zu unterstützen.
Die Schließung von Saturn hinterlässt eine Lücke im Stadtzentrum, doch es laufen bereits Gespräche über Zwischenlösungen. Mit seinem Vorstoß will der Bürgermeister verhindern, dass die Straße langfristig verwaist. Gleichzeitig könnten geplante Projekte wie das Hotel und das Zukunftszentrum dazu beitragen, die Attraktivität des Viertels wieder zu stärken.






