Safer Internet Day: Datenschutz-Debatte um vernetzte Autos entbrannt
Bernhardine RörrichtSafer Internet Day: Datenschutz-Debatte um vernetzte Autos entbrannt
Konferenz zu Datenschutz und Sicherheit in vernetzten Autos zum Safer Internet Day
Am 10. Februar fand im Rahmen des Safer Internet Day eine Konferenz zu Datenschutz und Sicherheit in vernetzten Fahrzeugen statt. Rund 300 Teilnehmer nahmen an der Veranstaltung teil, die Fachvorträge, Hauptreden und eine Podiumsdiskussion umfasste.
Bundesminister Heiko Maas eröffnete die Konferenz mit einer Ansprache. Zudem präsentierte die Daimler AG eine Demonstration zum Fernzugriff auf Fahrzeugdaten.
Die Morgensession begann mit technischen Präsentationen zu vernetzten Fahrzeugsystemen. Ralf Lamberti, Direktor für Nutzerinteraktion und vernetzte Fahrzeuge bei der Daimler AG, zeigte, wie Standort und Kraftstoffstand eines Autos in Echtzeit abgefragt werden können.
Im weiteren Verlauf hielt Prof. Dieter Kempf einen Hauptvortrag zu den Herausforderungen der Datensicherheit in modernen Fahrzeugen. Dr. Daniel Göring von der Freien Universität Berlin argumentierte anschließend, dass die Verarbeitung von Fahrzeugdaten – insbesondere in der Car-to-X-Kommunikation – die Verkehrssicherheit verbessern könne.
An der abschließenden Podiumsdiskussion nahmen Thilo Weichert, Ulrich Klaus Becker, Michael Bültmann und Dieter May teil. Zwar herrschte Einigkeit darüber, dass mehr Transparenz nötig sei, doch gingen die Meinungen zu den aktuellen Regelungen und dem Bedarf an neuen Datenschutzvorgaben auseinander. Über den technischen Ausbau von Car-to-X-Systemen in deutschen Städten gab es seit der letzten Konferenz im Februar 2021 keine neuen Informationen.
Die Veranstaltung unterstrich die anhaltenden Debatten über den Umgang mit Daten in vernetzten Fahrzeugen. Experten betonten die Bedeutung von Transparenz, während die Ansichten zu regulatorischen Maßnahmen divergierten. Neue Entwicklungen bei der Einführung von Car-to-X in Deutschland wurden nicht bekannt gegeben.






