07 May 2026, 18:26

Sachsen droht Apothekensterben – Verband warnt vor Versorgungslücken in ländlichen Regionen

Apotheke mit Glaswänden und -türen, Plakate an den Wänden, an der Ecke einer Straße mit einer Straße unten.

Sachsen droht Apothekensterben – Verband warnt vor Versorgungslücken in ländlichen Regionen

Apothekensterben in Sachsen: Versorgungslücken drohen – Verband warnt vor dramatischen Folgen

Die Zahl der Apotheken in Sachsen geht weiter drastisch zurück – mit besorgniserregenden Auswirkungen auf die künftige medizinische Versorgung. Göran Donner, Präsident des Sächsischen Apothekerverbandes, warnt, dass ländliche Regionen bald Schwierigkeiten haben könnten, eine flächendeckende Grundversorgung aufrechtzuerhalten. Als Hauptgründe nennt er finanzielle Engpässe und nicht eingelöste politische Zusagen, die die Krise verschärften.

Zwischen 2016 und 2020 schlossen in Sachsen 36 Apotheken ihre Türen. Seither hat sich der Rückgang beschleunigt: Bis Ende 2025 werden voraussichtlich weitere 85 Standorte wegfallen. Allein im vergangenen Jahr gaben 13 Apotheken auf – nur halb so viele wie im Jahr davor, doch der Trend bleibt alarmierend.

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Donner betont, dass das zentrale Problem schlicht das wirtschaftliche Überleben sei. Viele Apotheken könnten ohne bessere Finanzierung nicht weiterbestehen. Gleichzeitig warnt er, dass nur wirtschaftlich stabile Betriebe die zusätzlichen Aufgaben stemmen könnten, die im Apothekenreformgesetz vorgesehen sind.

Die Lage könnte sich weiter zuspitzen, falls die Bundesregierung die im Koalitionsvertrag vereinbarten Gebührenanpassungen verzögert. Ohne schnelles Handeln, so Donner, sei eine flächendeckende Gesundheitsversorgung im ländlichen Sachsen mittelfristig nicht mehr gewährleistet.

Der kontinuierliche Schwund an Apotheken gefährdet vor allem außerhalb der Städte den Zugang zu Medikamenten. Donners Appelle unterstreichen die Dringlichkeit finanzieller Hilfen. Bleibt alles beim Alten, drohen weitere Schließungen – mit der Folge, dass ganze Regionen kaum noch vor Ort mit medizinischer Grundversorgung rechnen können.

Quelle