Rüstungsaktien als nachhaltige Geldanlage: Wie Ethik und Waffenhandel plötzlich harmonieren
Bernhardine RörrichtRüstungsaktien als nachhaltige Geldanlage: Wie Ethik und Waffenhandel plötzlich harmonieren
Fesselnde Geschenkideen: Frieden, Freude – und Rüstungsaktien
Vorspann: Weihnachten steht vor der Tür, doch Schenken, Frieden und Nachhaltigkeit scheinen zu dehnbare Begriffe zu sein.
Die Rüstungsindustrie findet sich zunehmend in Nachhaltigkeitsfonds wieder – trotz ihrer traditionellen Verbindung zu Krieg und Konflikten. Der deutsche Waffenhersteller Rheinmetall hat seit Beginn des Ukraine-Kriegs einen sixteenfachen Kursanstieg erlebt. Selbst große Investoren wie BlackRock, bekannt für ökologische Fonds, haben ihre Anteile am Unternehmen im Weihnachtsgeschäft 2025 noch weiter aufgestockt.
Der Wandel im Image der Branche ist frappierend: Aus Kriegsprofiteuren werden plötzlich Garanten für Frieden und Sicherheit. Rheinmetalls finanzieller Erfolg macht die Aktie zum Börsenliebling – seit 2022 steigt der Kurs stetig. Auch andere Rüstungsgiganten wie BAE Systems und Lockheed Martin wurden im Dezember 2024 in nachhaltige Portfolios aufgenommen, darunter Vanguards ESG-Fonds und die ethischen Investments von State Street Global Advisors.
Dass Rüstungswerte nun in ethischen Anlagefonds vertreten sind, zeigt einen grundlegenden Wandel in der Wahrnehmung der Branche. Rheinmetalls steigende Bewertung und BlackRocks jüngste Kaufentscheidungen unterstreichen diesen Trend. Unterdessen sorgen Trumps ungewöhnliche Geschenkwahlen und Nobelpreis-Ambitionen weiterhin für Schlagzeilen – ein Beispiel dafür, wie persönliche und politische Motive ineinandergreifen.