Russisch-Deutsche Kulturtage feiern lebendiges Erbe in NRW mit Lesungen und Diskussionen
Philipp NetteRussisch-Deutsche Kulturtage feiern lebendiges Erbe in NRW mit Lesungen und Diskussionen
Eine neue Veranstaltungsreihe feiert das russisch-deutsche Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen
Veranstaltet von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, präsentieren die Russisch-Deutschen Kulturtage Lesungen, Vorträge und Online-Diskussionen mit Künstlern und Intellektuellen der Gemeinschaft. Die Initiative möchte die Aufmerksamkeit auf eine lebendige Kulturszene lenken, die in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat.
Die Reihe startete am 13. Oktober mit einem Vortrag von Tatjana Schmalz, einer Doktorandin der Europa-Universität Viadrina. Ihr Beitrag widmete sich der zeitgenössischen russisch-deutschen Literatur und bildete den Auftakt zu einem Programm, das noch bis November und Dezember läuft. Alle Veranstaltungen sind öffentlich zugänglich, die Organisatoren laden ausdrücklich zur breiten Teilnahme ein.
Das Projekt wurde von Dietmar Schulmeister ins Leben gerufen, dem Landesvorsitzenden der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland. Als die Coronavirus-Pandemie öffentliche Zusammenkünfte unmöglich machte, stellte die Gruppe auf digitale Formate um, um den kulturellen Austausch aufrechtzuerhalten. Unterstützung erhält die Reihe vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen sowie von mehreren Partnerorganisationen.
Die russisch-deutsche Kultur erfährt seit einigen Jahren in ganz Deutschland wachsende Anerkennung. Immer mehr Künstler, Schriftsteller und Wissenschaftler aus der Gemeinschaft prägen heute die Literatur, die bildende Kunst und die akademische Forschung. Ihr Schaffen zeigt eine dynamische Entwicklung, die sich über verschiedene kreative Disziplinen erstreckt.
Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für die Fortsetzung der Kulturtage im Jahr 2021 mit einem neuen Programm. Die Veranstalter sehen in der Reihe eine wichtige Plattform, um Traditionen zu präsentieren, den Dialog zu fördern und ein Publikum zu erreichen, das sich für das Erbe der deutschsprachigen Migranten aus Russland interessiert.
Die Russisch-Deutschen Kulturtage bieten Künstlern und Denkern die Möglichkeit, ihre Arbeiten einem größeren Publikum vorzustellen. Mit weiteren Veranstaltungen bis zum Jahresende unterstreicht die Reihe den Beitrag der Gemeinschaft zur deutschen Kulturlandschaft. Gleichzeitig sorgt die Initiative dafür, dass die öffentliche Teilhabe lebendig bleibt – auch in Zeiten digitaler Formate.






