Rosa von Praunheim – Pionier der Schwulenbewegung stirbt mit 83 Jahren
Philipp NetteIkon der Schwulenbewegung - Rosa von Praunheim stirbt - Rosa von Praunheim – Pionier der Schwulenbewegung stirbt mit 83 Jahren
Ikone der Schwulenbewegung – Rosa von Praunheim stirbt mit 83 Jahren
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17. Dezember 2025, 15:32 Uhr
Rosa von Praunheim, Pionier der Schwulenbewegung und prägende Figur des queeren Kinos, ist im Alter von 83 Jahren verstorben. Er starb am Dienstagabend überraschend, aber friedlich in Berlin. Sein Wirken als Filmemacher, Aktivist und Künstler hinterlässt tiefe Spuren in Kultur und Gesellschaft.
Geboren 1942, wurde von Praunheim vor allem durch seine provokanten Filme bekannt, die gesellschaftliche Normen herausforderten. Sein Film „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ (1971) löste eine landesweite Debatte aus und prägte die deutsche LGBTQ+-Bewegung maßgeblich. Weitere bedeutende Werke waren „Das Bett“ und „Rex Gildo: Der letzte Tanz“, während sein 2023 erschienener Film „Satanische Sau“ bewies, dass seine kreative Kraft ungebrochen blieb.
Mit Rosa von Praunheims Tod entsteht eine Lücke im queeren Kino und in der Aktivistenbewegung. Seine Filme, sein Einsatz für Gleichberechtigung und seine furchtlose Persönlichkeit veränderten den deutschen Umgang mit LGBTQ+-Rechten und öffentlicher Gesundheit nachhaltig. Zwar ist er nicht mehr unter uns, doch sein Einfluss lebt weiter – in den Bewegungen, die er mitgestaltete, und den Menschen, die er inspirierte.