Roberto Blancos Mafia-Vorwurf erschüttert die Schlagerszene vor Silbereisens Mega-Show
Adriane BoucseinRoberto Blancos Mafia-Vorwurf erschüttert die Schlagerszene vor Silbereisens Mega-Show
Die deutsche Schlagerszene steht erneut in der Kritik, nachdem der Veteran Roberto Blanco sie mit einer "kleinen Mafia" verglichen hat. Seine Äußerungen fallen kurz vor dem mit Spannung erwarteten Silvester-Schlager-Boom von Florian Silbereisen am 31. Dezember 2025, für den alle 10.000 Tickets bereits ausverkauft sind. Die Veranstaltung verspricht ein glanzvolles Line-up, doch die Debatten über die Künstlerauswahl und Branchenpraktiken reißen nicht ab.
Der Schlager-Boom findet in München statt und präsentiert Auftritte von Roland Kaiser (73), Maite Kelly, Unheilig, Howard Carpendale, Samantha Fox und Pietro Basile. Kerstin Ott und Oimara werden jedoch nicht dabei sein, da sie bereits für die ZDF-Produktion Willkommen 2026 in Hamburg verpflichtet sind. Silbereisens Show will das Genre neu beleben, indem sie Bühnenperformances mit Publikumspartizipation verbindet und Fans einlädt, direkt neben den Stars zu feiern.
Die Kritik an der Schlagerszene und ihren Gästelisten hat in den letzten Jahren zugenommen. Blanco, mittlerweile 88 Jahre alt, wirft der Branche vor, immer dieselben Künstler zu engagieren, und bemängelt intransparente Honorarstrukturen. Auch Francine Jordi (48) bemerkte, sie sei seit Jahren nicht mehr zu Silbereisens Shows eingeladen worden – ein Hinweis auf die exklusive und selektive Besetzung. Silbereisen weist Vorwürfe der Vetternwirtschaft jedoch zurück und betont, dass seine Shows Karrieren wie die von Semino Rossi, Helene Fischer, Voxxclub oder Ben Zucker gefördert hätten. Auch etablierte Namen wie Ross Antony, Giovanni Zarrella und Eloy de Jong hätten durch seine Produktionen an Sichtbarkeit gewonnen. Trotz der Kontroversen bleibt die Nachfrage ungebrochen: Die Tickets waren innerhalb von Minuten vergriffen – ein Beweis für die anhaltende Beliebtheit des Genres. Silbereisen hält daran fest, dass seine Shows sowohl Newcomern als auch arrivierten Künstlern eine Plattform bieten, doch die Diskussionen über Branchenpraktiken ebben nicht ab.
Der Silvester-Schlager-Boom wird wie geplant mit ausverkauftem Haus und einer Mischung aus Legenden und zeitgenössischen Interpreten über die Bühne gehen. Blancos Kritik und die anhaltenden Debatten um die Künstlerauswahl zeigen die Spannungen innerhalb der Szene. Für die Fans steht jedoch fest: Sie werden das neue Jahr 2026 mit einer ausverkauften Feier in München begrüßen.