31 January 2026, 23:09

Ricarda Langs Karnevalsscherz entfacht neuen Streit mit Markus Söder

Eine Gruppe von Menschen sitzt an einem Tisch, lacht und strahlt, mit wehenden Fahnen im Hintergrund und Text unten, der "Lustigkeiten auf dem Land" lautet.

Ricarda Lang macht Witz über Söder: "Nürnberger Würstchen" - Ricarda Langs Karnevalsscherz entfacht neuen Streit mit Markus Söder

Eine scherzhaft, aber gezielt platzierte Karnevalsrede von Ricarda Lang hat den politischen Streit mit Markus Söder erneut entfacht. Die Co-Vorsitzende der Grünen griff den bayerischen Ministerpräsidenten bei einer Veranstaltung in Aachen an, verspottete seine Statur und frühere kontroversen Äußerungen. Die Bemerkungen lösten gemischte Reaktionen aus: Während einige die Kontroverse herunterspielten, sahen andere darin einen erneuten Seitenhieb gegen Söders Führungsstil.

Lang richtete ihre Rede direkt gegen Söder und bezeichnete ihn als 'Nürnberger Rostbratwurst mit Troll-Lizenz' – eine Anspielung auf seine regionale Herkunft und seinen kämpferischen politischen Ruf. Zudem neckte sie ihn wegen seiner Körpergröße und unterstellte ihm einen 'Napoleon-Komplex'. Die Äußerungen bezogen sich auf einen früheren Vorfall, als Söder auf einem CSU-Parteitag eine als herablassend empfundene Bemerkung über die Politikerin Dorothee Bär gemacht hatte.

Bär selbst tat die aktuelle Kontroverse als unwichtig ab und betonte, Söders ursprüngliche Aussage sei missverstanden worden. Er habe sich mehrfach entschuldigt, und sie nehme es nicht persönlich. Lang wiederum erwähnte Bär in ihrer Rede, erklärte aber, sie müsse sie nicht weiter kritisieren, da sich andere bereits darum kümmerten.

Seit der Rede schweigt Söder. Weder von ihm noch aus seinem Umfeld gab es bisher eine öffentliche Reaktion, sodass der Wortwechsel vorerst ungeklärt bleibt.

Die Karnevalsrede hält die politische Schlagabtausch-Kultur am Leben, wobei Langs Scherze die anhaltenden Spannungen unterstreichen. Bärs gelassene Haltung steht im Kontrast zur breiteren Kritik an Söders früheren kontroversen Äußerungen. Solange der bayerische Regierungschef nicht reagiert, bleibt die Debatte vorerst offen.