Region Bodensee weiterentwickelt als Modellregion
Bodenseeregion wird weiter als Modellregion ausgebaut
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- Dezember 2025
Die Bodenseeregion hat neue Schritte unternommen, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu stärken. Am 5. Dezember 2025 übergab Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann den Vorsitz der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) an den Kanton Zürich. Dieser Wechsel an der Spitze setzt eine lange Tradition der Kooperation zwischen Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein fort.
Während der Amtszeit Baden-Württembergs erzielte die IBK Fortschritte in zentralen Bereichen: Wirtschaftliche und digitale Politiken wurden ausgebaut, während Sicherheitsmaßnahmen verstärkt wurden – darunter eine für 2026 geplante grenzüberschreitende Notfallübung. Ein besonderer Fokus lag auf dem Umweltschutz, etwa bei der Bekämpfung der invasiven Quaggamuschel und dem Schutz heimischer Fischbestände. Zudem startete ein neues Interreg-Projekt zum Erhalt der Fischpopulationen und zur Regulierung der Kormoranbestände im See.
Auch im Verkehrs- und Infrastruktursektor gab es Verbesserungen: Die Bodensee-Gürtelbahn wurde im Rahmen von Ausbau und Elektrifizierung vorangetrieben, was die Reisezeiten verkürzt. Gleichzeitig gründete sich die Vierländer-Mobilität GmbH, um den öffentlichen Nahverkehr grenzüberschreitend zu optimieren. Radfahrer profitieren von einer gemeinsamen Initiative zur Aufwertung des Bodensee-Radwegs, der nun sicherer und barrierefreier gestaltet wird.
Bei der Übergabezeremonie in Friedrichshafen betonte Kretschmann die Doppelrolle der Region als politischer Motor und gemeinsamer Kulturraum. Er lobte die Erfolge der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, die zum Markenzeichen der IBK geworden sei. Der Schweizer Kanton Zürich übernimmt nun 2026 den Vorsitz; Ernst Stocker wird den Vorsitz führen. Künftig sollen die Anstrengungen in Forschung, Mobilität und Biodiversität vertieft werden, um die Position des Bodensees als zentraler europäischer Knotenpunkt zu festigen.
Die Friedrichshafener Erklärung unterstrich erneut die Bedeutung der grenzüberschreitenden Teamarbeit in der Bodenseeregion. Mit Zürich an der Spitze wird die IBK nun Umwelt-, Verkehrs- und Wirtschaftsprojekte vorantreiben. Das Ziel bleibt klar: die Region als Vorbild für die europäische Zusammenarbeit zu stärken.