01 May 2026, 02:31

"Reclaim the Night" in Berlin: 2.600 Menschen fordern sichere Straßen und Gleichberechtigung

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, hält ein pinkes Banner mit der Aufschrift "Women's March in Berlin", wobei einige eine Mütze und eine Schutzbrille tragen, andere Fahnen halten, vor einem Hintergrund aus Bäumen, Fahrzeugen und Himmel.

"Reclaim the Night" in Berlin: 2.600 Menschen fordern sichere Straßen und Gleichberechtigung

Über 2.000 Menschen demonstrierten in Berlin-Kreuzberg am Vorabend des 1. Mai bei der jährlichen "Reclaim the Night"-Kundgebung

Mit einer klaren Haltung gegen Belästigung und Diskriminierung versammelten sich am Vorabend des 1. Mai mehr als 2.000 Menschen in Berlin-Kreuzberg zur traditionellen Demonstration "Reclaim the Night". Die Stimmung war angespannt, doch die Teilnehmenden zeigten sich entschlossen, Veränderung einzufordern.

Der Marsch startete am Kottbusser Damm und zog in Richtung Köpenicker Straße. Die Demonstrant:innen machten unmissverständlich deutlich, dass sie rassistische, queerenfeindliche und frauenverachtende Übergriffe nicht länger hinnehmen wollen. Viele kritisierten die Strukturen, die solches Verhalten ihrer Ansicht nach erst ermöglichen, und betonten, sich den öffentlichen Raum zurückzuerobern. Ursprünglich war eine längere Route geplant, doch die Veranstalter:innen kürzten die Demonstration um etwa zehn Minuten.

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Die Polizei berichtete von einer aufgeheizten Atmosphäre: Während des Marsches wurden Feuerwerkskörper gezündet und Gegenstände auf Beamte geworfen. Ein Mensch wurde vorläufig festgenommen, weil er angeblich eine Polizistin beleidigt haben soll. Zudem wurden vier Fälle von Sachbeschädigung registriert, darunter an Privatfahrzeugen und Polizeifahrzeugen.

Die Behörden hatten am Donnerstag rund 1.800 Einsatzkräfte in ganz Berlin im Einsatz – auch während der Walpurgisnacht –, um mögliche Ausschreitungen zu verhindern. Später korrigierte die Polizei ihre Schätzung der Teilnehmerzahl auf etwa 2.600 Personen, mehr als zunächst angenommen.

Obwohl die Kundgebung früher als geplant endete, blieb ihre Botschaft deutlich: Die Demonstrant:innen nutzten die Veranstaltung, um ihren Frust Luft zu machen und sichere Straßen zu fordern. Unterdessen wertet die Polizei weiterhin die Vorfälle und Schäden im Zusammenhang mit der Demonstration aus.

Quelle