Razzia in Süddeutschland deckt illegale Beschäftigung und Lohnbetrug auf
Philipp NetteRazzia in Süddeutschland deckt illegale Beschäftigung und Lohnbetrug auf
Behörden in Süddeutschland haben bei einer jüngsten Razzia gegen Unternehmen Verstöße gegen Arbeitsrecht aufgedeckt. Am 11. April 2025 durchsuchten Prüfer der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) sechs Friseursalons und Nagelstudios in vier Städten. Die Kontrollen förderten illegale Beschäftigung und möglichen Lohnbetrug zutage.
Ein Team aus sieben FKS-Beamten führte in Singen, Schramberg, Oberndorf am Neckar und Tuttlingen unangekündigte Überprüfungen durch. Im Fokus stand die Einhaltung der Sozialversicherungsvorschriften sowie des seit dem 1. Januar 2025 geltenden gesetzlichen Mindestlohns von 12,82 Euro brutto pro Stunde.
In zwei Betrieben gab es akuten Handlungsbedarf: Die Prüfer stießen auf Hinweise für Lohnvorenthaltung, fehlende Lohnunterlagen und die Unterschreitung des Mindestlohns. In einem Fall arbeitete eine vietnamesische Staatsbürgerin ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis in Deutschland.
Das FKS-Team überprüfte zudem, ob Arbeitgeber ihre Mitarbeiter ordnungsgemäß angemeldet und die fälligen Abgaben entrichtet hatten. Die Aktion reiht sich in ähnliche Kontrollen in benachbarten Landkreisen ein, wobei aus den betroffenen Gebieten für 2025 bisher keine vergleichbaren Überprüfungen bekannt waren.
Die Inspektionen deckten schwere Verstöße auf, darunter illegale Beschäftigung und Lohnpfusch. Die Behörden werden die Ergebnisse nun auswerten, um Strafen oder weitere Maßnahmen festzulegen. Unternehmen, die gegen Arbeitsrecht verstoßen, müssen mit Bußgeldern und möglichen juristischen Konsequenzen rechnen.






