Raubprozess in Frankfurt (Oder): Urteil gegen Gruppe nach Attacken auf schwule Männer
Bernhardine RörrichtRaubprozess in Frankfurt (Oder): Urteil gegen Gruppe nach Attacken auf schwule Männer
Sechs Angeklagte – drei junge Erwachsene und drei Jugendliche – warten in einem viel beachteten Raubprozess auf das Urteil. Das Landgericht Frankfurt (Oder) wird seine Entscheidung am Dienstag um 9:00 Uhr verkünden. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen Vorwürfe gewalttätiger Übergriffe auf schwule Männer, die über gefälschte Profile in Dating-Apps angelockt wurden.
Die Staatsanwaltschaft wirft der Gruppe vor, auf Dating-Plattformen falsche Profile angelegt zu haben, um ihre Opfer gezielt auszuspähen. Die Täter sollen die Männer demnach an abgelegene Orte gelockt, dort überfallen, beraubt und misshandelt haben. Teile der Verhandlung fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da einige der Angeklagten minderjährig sind.
Ermittler bestätigten, dass es keine Hinweise auf ein organisiertes kriminelles Netzwerk oder politische Motive hinter den Angriffen gibt. Um die beteiligten Jugendlichen zu schützen, wurden bestimmte Verhandlungsabschnitte nicht öffentlich geführt.
Das Urteil wird in einer öffentlichen Sitzung verkündet und bildet damit den Abschluss eines Falls, der großes Medieninteresse auf sich gezogen hat.
Den Angeklagten drohen schwere Raubvorwürfe; die Urteilsverkündung ist für Dienstagmorgen angesetzt. Die Entscheidung wird die rechtlichen Konsequenzen für eine Straftat festlegen, bei der Dating-Plattformen gezielt für gewalttätige Übergriffe ausgenutzt wurden. Der Fall hat zudem die Besorgnis über gezielte Angriffe auf schutzbedürftige Personengruppen verstärkt.






