Porsche zahlt trotz Gewinnrückgangs volles Weihnachtsgeld an 22.000 Mitarbeiter:innen
Bernhardine RörrichtPorsche zahlt trotz Gewinnrückgangs volles Weihnachtsgeld an 22.000 Mitarbeiter:innen
Porsche wird seinen 22.000 Mitarbeitenden im November 2025 ein volles 13. Monatsgehalt als Weihnachtsgeld auszahlen. Diese Entscheidung fällt trotz eines deutlichen Gewinnrückgangs und Pläne, die Belegschaft in Deutschland bis 2029 um etwa 1.900 Stellen abzubauen. Die Bonuszahlung hebt sich damit als ungewöhnlich großzügig von den Branchenstandards ab.
Das Unternehmen steht in diesem Jahr vor finanziellen Herausforderungen: Im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2024 brachen die Gewinne 2025 um fast 96 Prozent ein. Trotz dieses Einbruchs hält Porsche an seiner Tradition fest, ein volles Monatsgehalt als Weihnachtsgeld zu zahlen – eine Leistung, die das Unternehmen seit vielen Jahren freiwillig erbringt.
Für die Beschäftigten kann die Sonderzahlung je nach Position einem gesamten Monatslohn entsprechen. Produktionsmitarbeitende, die im Schnitt rund 4.700 Euro brutto monatlich verdienen, erhalten denselben Betrag als Bonus. Auch Elektroingenieure (6.000 Euro), Softwareentwickler:innen (7.200 Euro) und Teamleitungen (7.800 Euro) profitieren entsprechend. Dies steht im deutlichen Kontrast zu üblichen Branchenzuschüssen, die meist zwischen 25 und 55 Prozent eines Monatsgehalts liegen. Die Ankündigung erfolgt zu einer Zeit, in der Porsche plant, bis 2029 rund 1.900 Stellen in Deutschland abzubauen – vor allem durch natürliche Fluktuation und freiwillige Programme statt durch betriebsbedingte Kündigungen.
Oliver Blume, Vorsitzender des Vorstands, steuert die Sparmaßnahmen, während Vera Schalwig, die seit August 2025 neue Personalvorständin, für die Personalentscheidungen zuständig ist – einschließlich der unveränderten Bonusregelung. Die volle Auszahlung des 13. Gehalts im November kommt für die Belegschaft rechtzeitig zur Weihnachtszeit und bietet in Zeiten umfangreicher Einsparungen eine willkommene finanzielle Unterstützung. Während das Unternehmen seine Strukturen strafft, bleibt die Prämie ein seltenes Positivsignal für die Mitarbeitenden. Porsches Entscheidung unterstreicht damit das Bekenntnis, Sozialleistungen trotz wirtschaftlicher Belastungen aufrechtzuerhalten.