23 February 2026, 23:25

Philippe Quesnes rätselhaftes Theaterdebüt Le Paradoxe de John feiert Deutschlandpremiere im HAU Berlin

Eine Gravur eines Theaterinneren mit skulptierten Wänden, Stufen zur Bühne und einer texturierten Decke, mit Text unten.

Philippe Quesnes rätselhaftes Theaterdebüt Le Paradoxe de John feiert Deutschlandpremiere im HAU Berlin

Deutschlands Erstaufführung von Le Paradoxe de John im Berliner HAU-Theater

Am kommenden Freitag feiert Le Paradoxe de John im Berliner HAU-Theater seine deutsche Premiere. Die Inszenierung unter der Regie von Philippe Quesne behält ihren französischen Originaltitel und kommt nach einem erfolgreichen Lauf im vergangenen November in Paris nach Deutschland. Später in der Spielzeit ist zudem eine Vorstellung im Hamburger Kampnagel geplant.

Die Produktion markiert Quesnes achte Zusammenarbeit mit dem HAU. Inspiriert von der Lyrik der diesjährigen Preisträgerin des Prix Goncourt de Poésie, Laura Vazquez, entfaltet sich das Stück als eine Abfolge scheinbar unzusammenhängender Szenen. Slapstick-Einlagen und surreale Situationen persiflieren die Kunstwelt, während gespenstische Gestalten über die Bühne gleiten. Quesne verweigert jede Deutungshilfe – die Bedeutung bleibt bewusst offen.

Isabelle Angotti spielt eine Galeristin oder Aufseherin, die das Publikum durch das absurde Geschehen führt. Über der Bühne baumelt ein hölzerner Klappstuhl in der Bühnentechnik – ein Relikt aus Quesnes früherer Installation Der emanzipierte Zuschauer. Für die deutsche Spielzeit stoßen mit Céleste Brunnquell, Marc Susini und Veronika Vasilyeva-Rije drei neue Schauspieler:innen zum Ensemble.

Kritiker:innen heben die gezielte Mehrdeutigkeit der Inszenierung hervor: Weder wird Vazquez' Werk direkt zitiert, noch gibt es offene Verweise auf Quesnes frühere Projekte. Stattdessen lebt das Stück von seiner rätselhaften Atmosphäre, die Humor mit beunruhigenden Bildern verbindet.

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Die Premiere am 20. Februar 2026 im HAU Berlin führt das deutsche Publikum in Quesnes geheimnisvolle Theaterwelt ein. Nach Berlin geht die Produktion weiter nach Hamburg. Mit einer Mischung aus Satire und spektakulären Bildern verspricht das Stück ein Erlebnis, das lange nach dem Fall des Vorhangs nachwirkt.