Pharmabranche kämpft 2026 mit Medikamentenmangel und Preischaos
Deutschlands Pharmabranche steht vor einem turbulenten Jahresbeginn 2026. Fast 550 Medikamente sind derzeit nicht verfügbar, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mitteilt. Gleichzeitig müssen die Verwaltungen Preisanpassungen, Lagerbestandsaktualisierungen und Impfstoffbestellungen für den kommenden Winter bewältigen.
Das neue Jahr bringt für die pharmazeutischen Backoffices enge Fristen mit sich. Die Teams müssen die Lagerverwaltung mit auslaufenden Verträgen und Lieferplänen in Einklang bringen. Die Überprüfung der Lagerkapazitäten und die Kontrolle der Wareneingänge haben dabei höchste Priorität.
Preisänderungen erhöhen die Komplexität zusätzlich. Mitarbeiter müssen Bestände identifizieren, die noch zu alten Konditionen bewertet sind, oder Verkaufspreise neu berechnen. Aktualisierte Preislisten und Rückgaberegelungen der Lieferanten müssen zudem für den schnellen Zugriff zusammengestellt werden.
Die Impfstoffplanung läuft bereits auf Hochtouren. Bestellformulare für Grippeimpfstoffe sollen bis Ende Januar bereitstehen, verbindliche Bestellungen werden ab Mitte Februar aufgegeben. So wird eine unterbrechungsfreie Versorgung für die nächste Wintersaison sichergestellt.
Die Abstimmung mit dem Außendienst ist entscheidend. Die Teams müssen Prioritätszuteilungen für den Fall von Engpässen oder logistischen Verzögerungen sichern. Eine vorausschauende Planung hilft, Preissprünge abzufedern und die Lieferketten für das kommende Jahr stabil zu halten.
Der Januar gibt den Ton für das gesamte pharmazeutische Geschäftsjahr an. Grippeimpfstoffbestellungen, Preisaktualisierungen und Lagerkontrollen müssen termingerecht erledigt werden. Diese Schritte sind entscheidend, um die Versorgungsstabilität trotz der anhaltenden Medikamentenknappheit zu gewährleisten.






