15 January 2026, 11:43

Peter Sebastian Krause übernimmt Führung bei Südwestmetall vor Tarifverhandlungen 2026

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die an einer Maschine arbeiten, umgeben von Metallstangen und -rohren, mit dem Text "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik Deutschlands" unten.

Krause übernimmt bei Südwestmetall - Fokus auf Lohnverhandlungen - Peter Sebastian Krause übernimmt Führung bei Südwestmetall vor Tarifverhandlungen 2026

Peter Sebastian Krause hat den Vorsitz von Südwestmetall übernommen, dem Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Südwestdeutschland. Er löst Joachim Schulz ab, der das Amt aus persönlichen Gründen früher als geplant verlassen hat. Die Branche beschäftigt rund 944.000 Menschen und bleibt eine tragende Säule der regionalen Wirtschaft.

Joachim Schulz hatte Südwestmetall fast vier Jahre lang geführt und sollte ursprünglich bis 2026 im Amt bleiben. Sein vorzeitiger Rücktritt soll einen reibungslosen Übergang vor den anstehenden Tarifverhandlungen ermöglichen. Schulz nannte persönliche Gründe für seinen Rückzug.

Krause bringt umfangreiche Erfahrung mit: Seit 2010 gehört er dem Vorstand von Südwestmetall an, seit 2022 fungiert er als stellvertretender Vorsitzender. Zuletzt war er als Personalvorstand und Arbeitsdirektor bei Rheinmetall AG tätig, einem bedeutenden Rüstungs- und Automobilzulieferer.

Der neue Vorsitzende hat die Lohnpolitik zu seiner obersten Priorität erklärt. Bei den Verhandlungen 2026 will er moderate Lohnerhöhungen von maximal 2–3 Prozent durchsetzen. Flexible Arbeitszeiten und befristete Verträge bleiben ebenfalls zentrale Themen. Krause betont, dass der Erfolg der Gespräche daran gemessen werden müsse, wie gut sie Arbeitsplätze sichern und Investitionen in Deutschland fördern.

Die Branche steht unter Druck durch hohe Energiekosten und globale Konkurrenz. Krause will faire Löhne mit der Notwendigkeit vereinen, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen während ihres Wandels zu erhalten.

Krauses Führung beginnt in einer entscheidenden Phase für den Sektor. Die anstehenden Tarifverhandlungen werden die Arbeitsbedingungen von fast einer Million Beschäftigten prägen. Sein Ansatz wird zeigen, ob moderate Lohnerhöhungen Arbeitsplätze schützen und gleichzeitig langfristiges Wachstum der Branche ermöglichen können.