17 February 2026, 01:03

Özdemir setzt auf Palmer – und schließt Dreierkoalition in Baden-Württemberg aus

Ein detaillierter alter Stadtplan von Baden-Württemberg, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit einem hervorgehobenen Gebäude in der unteren rechten Ecke und Text, der Stadtinformationen bereitstellt.

Özdemir setzt auf Palmer – und schließt Dreierkoalition in Baden-Württemberg aus

Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen für die Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg, hat eine Dreierkoalition mit CDU, SPD und FDP ausgeschlossen. Stattdessen spricht er sich für die Fortsetzung der aktuellen grün-schwarzen Regierungskoalition aus. Seine Haltung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Grünen in Umfragen hinter der CDU liegen – mit 20 Prozent Zustimmung im Vergleich zu 29 Prozent für die Christdemokraten.

Özdemirs Strategie umfasst die enge Zusammenarbeit mit Boris Palmer, einem ehemaligen Grünen-Mitglied, das die Partei 2023 verließ. Palmer, einst eine polarisierende Figur, fungiert heute als wichtiger Berater in den Bereichen Wohnungsbau, Mietpreisbremse, Klimapolitik und Verwaltungseffizienz. Die beiden bezeichnen sich als Freunde und arbeiten eng zusammen – sogar mit einem gemeinsamen Auftritt bei einer Wahlkampfveranstaltung in Tübingen.

Özdemir hat Palmer öffentlich als 'einen sehr, sehr wichtigen Berater' bezeichnet und angedeutet, dass ihm im Falle eines Wahlsiegs der Grünen möglicherweise ein Kabinettsposten angeboten werden könnte. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass niemand, der aktiv für ein Ministeramt wirbt, auch ernannt wird – eine Regel, die auf Palmer nicht zutrifft, da er sich nicht offen um eine solche Position beworben hat.

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Der Grünen-Chef warnte zudem vor einer Koalition unter Führung eines unerfahrenen Ministerpräsidenten. Eine solche, konfliktanfällige Regierung werde es schwer haben, in der Bevölkerung Rückhalt zu finden, so Özdemir.

Mit der für den 8. März 2026 anstehenden Wahl zeigt Özdemirs Rückgriff auf Palmer den Versuch, auch pragmatische Wähler jenseits der grünen Kernklientel anzusprechen. Das Ergebnis wird entscheiden, ob die grün-schwarze Koalition fortgesetzt wird oder ob sich eine neue Bündnisformation abzeichnet. Palmers mögliche Regierungsrolle bleibt ungewiss – sie hängt maßgeblich davon ab, wie die Grünen bei der Wahl abschneiden.