Olympiasieger Günter Haritz stirbt mit 77 Jahren nach schwerer Krankheit
Bernhardine RörrichtBahnrad-Olympiasieger Günter Haritz verstorben - Olympiasieger Günter Haritz stirbt mit 77 Jahren nach schwerer Krankheit
Günter Haritz, ein gefeierter Olympiasieger im Bahnradsport, ist im Alter von 77 Jahren verstorben. Der deutsche Athlet erlag in den frühen Morgenstunden des Mittwochs einem Krebsleiden. Sein Vermächtnis umfasst Jahrzehnte voller Erfolge im Radsport, darunter Weltmeistertitel und eine legendäre Karriere im Sechstagerennen.
Haritz stieg erstmals unter der Leitung von Bundestrainer Kilian in Berlin zu Bekanntheit auf. Kilian führte die deutsche Mannschaft später zum Sieg in der 4.000-Meter-Mannschaftsverfolgung bei den Olympischen Spielen 1972 in München, wo Haritz die Goldmedaille gewann.
In den 1970er-Jahren wurde er zu einem zentralen Mitglied des berühmten "Goldenen Quartetts", das die Mannschaftsverfolgung dominierte. Zu seinen Erfolgen zählten Weltmeistertitel in dieser Disziplin 1970 und 1973. Neben Teamwettbewerben glänzte Haritz auch in Ausdauerrennen: Er nahm an 83 Sechstagerennen teil und gewann davon elf.
Nach dem Ende seiner aktiven Karriere kehrte er in seine Heimatstadt Leimen zurück. Dort eröffnete er ein Fahrradgeschäft und blieb so dem Sport verbunden, dem er sein Leben gewidmet hatte. In Würdigung seiner Verdienste ernannte ihn die Stadt später zum Ehrenbürger von Leimen.
Haritz hinterlässt ein außergewöhnliches sportliches Erbe, geprägt von olympischem Ruhm, Weltmeistertiteln und anhaltendem Erfolg im Sechstagerennen. Sein Einfluss auf den deutschen Radsport und seine Gemeinschaft wird weiterhin hoch geschätzt.