Nubbel und Hoppeditz brennen: Köln und Düsseldorf beenden den Karneval mit Feuer und Tradition
Philipp NetteNubbel-Verbrennung markiert Ende des Straßenkarnevals in Köln - Nubbel und Hoppeditz brennen: Köln und Düsseldorf beenden den Karneval mit Feuer und Tradition
Köln und Düsseldorf beenden den Karneval mit traditionellen Verbrennungsritualen
Köln und Düsseldorf haben das Ende des Karnevals mit ihren traditionellen Figurenverbrennungen gefeiert. In Köln wurde am Dienstagabend der Nubbel – eine Strohpuppe, die als Symbol für die Sünden der Karnevalszeit steht – in Flammen aufgehen lassen. Unterdessen bereitete sich Düsseldorf darauf vor, am Aschermittwoch mit einer feierlichen Zeremonie von Hoppeditz, dem eigenen Karnevalsmaskottchen, Abschied zu nehmen.
Die Nubbel-Tradition in Köln reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Ursprünglich eine schlichte Strohfigur, hat sie sich heute zu aufwendigen, satirischen Skulpturen entwickelt, die oft lokale Ereignisse oder Persönlichkeiten auf die Schippe nehmen. Von Handwerkern gefertigt, hängen diese Figuren während des Karnevals über den Türen von Kneipen, bevor sie am Aschermittwoch verbrannt werden – als symbolische Reinigung der Stadt von den Ausschweifungen der Festtage.
In diesem Jahr versammelten sich in Kölns Stadtteilen Schaulustige, um dem Nubbel beim Verbrennen zuzusehen. Das Ritual markiert den Beginn der Fastenzeit und setzt damit den Schlusspunkt unter wochenlange Feiern.
In Düsseldorf folgt der Abschied von Hoppeditz einem anderen Brauch: Am Aschermittwoch wird die Figur in einem feierlichen Trauerzug durch die Straßen begleitet, bevor sie verbrannt wird. Anders als Kölns Nubbel steht Hoppeditz' Rückkehr bereits fest – symbolisch wird er am 11. November wiederauferstehen, um die nächste Karnevalssaison einzuläuten.
Beide Zeremonien bilden den Abschluss des Karnevals und verbinden Tradition mit Gemeinschaftsgeist. Die Verbrennung von Nubbel und Hoppeditz unterstreicht den Übergang von ausgelassener Feierlaune zu besinnlicher Einkehr. Für die Einheimischen bleiben diese Rituale ein zentraler Bestandteil der letzten Karnevalstage.






