07 May 2026, 10:26

NRW-Polizei setzt auf digitale Ermittler: OSINT-Abteilung wächst rasant

Ein Mann im Anzug lächelt in die Kamera, mit einem Logo und Text auf der rechten Seite, der besagt: "Teil des Strong Cities Netzwerks zu sein, bedeutet, Zugang zu Wissen und Werkzeugen zu haben, um gewalttätigen Extremismus herauszufordern.", vor einem unscharfen Hintergrund.

NRW-Polizei setzt auf digitale Ermittler: OSINT-Abteilung wächst rasant

Nordrhein-Westfalens Polizei baut OSINT-Kapazitäten massiv aus

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Die Polizei in Nordrhein-Westfalen stärkt ihre digitalen Ermittlungskompetenzen mit einem deutlichen Ausbau der Open-Source-Intelligence (OSINT). Das Landeskriminalamt (LKA) Düsseldorf hat sein Spezialistenteam von einst zwei Mitarbeitern zu einer vollwertigen Abteilung mit 16 Expertinnen und Experten ausgebaut. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenderen Strategie, um die digitale Überwachung bei politisch motivierter Kriminalität zu intensivieren.

Die Abteilung 22.2 des LKA, geleitet vom 42-jährigen Fabian Coenen, koordiniert seitdem die OSINT-Ermittlungen in politisch brisanten Fällen. Sein Team setzt sich aus IT-Fachleuten, Soziologen und Politikwissenschaftlern zusammen, die Online-Bedrohungen aufspüren und analysieren. Dazu gehört auch die 28-jährige Laura Ellrich, die 2022 in den Staatsschutz wechselte und Ende 2024 in den OSINT-Bereich wechselte.

Anfang September 2024 startete das Projekt „Digitale Streife“, das dem LKA zehn neue Beamte hinzufügte und fast 100 weitere in sechs regionalen Polizeibehörden einband. Die größte Einheit mit Sitz in Köln wird von Swen Schubert geleitet und umfasst 18 Mitarbeiter, darunter 16 Fallbearbeiter.

Für die Ausbildung dieser Kräfte ist der 37-jährige Marc Restemeyer zuständig, Dozent am Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) in Neuss. Er schult sowohl neue LKA-Mitarbeiter als auch regionale Beamte darin, Daten aus öffentlichen Quellen wie sozialen Medien zu sammeln und auszuwerten. Die sechs spezialisierten Einheiten bieten nun bei akuten politischen Ereignissen schnelle OSINT-Unterstützung.

Der Ausbau markiert einen grundlegenden Wandel in der digitalen Bedrohungsanalyse der nordrhein-westfälischen Polizei. Mit gezielter Ausbildung, größeren Teams und länderübergreifender Abstimmung wollen die Behörden schneller auf Online-Risiken reagieren. Die Initiative unterstreicht die wachsende Bedeutung von OSINT in der modernen Strafverfolgung.

Quelle